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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 281

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 281 (sequence 281)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 281 — Der Antrag ist, wie ich gestern schon sagte, durch Akklamation erledigt worden. Ich höre soeben, daß der Permanenzausschuß zusammentritt. Die Herren, welche zum Permanenzausschuß gehören, werden gebeten, sich zurückzuziehen. Ich bitte aber, das gleich zu tun, damit wir in der weiteren Erledigung der An träge nicht unterbrochen werden. Ein Antrag von Herrn Dr. Pas man ik lautet (liest): „Der Kongreß macht es dem E. A. C. zur Pflicht, alle Energie darauf zu verwenden, daß unsere Bankinstitute die Erwerbung von Konzessionen in Palästina in allernächster Zeit anstreben sollen." (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich glaube, Herr Dr. Katzenelsohn, daß seitens der Bank kein Bedenken besteht, daß dieser Antrag vom Kongreß angenommen wird? (Dr. Katzenelsohn: Nein!) Ich bitte also den Kongreß, durch Erheben der Hände seine Zustimmung hierzu zu erklären. (Der Antrag wird von Herrn Dr. Tschlenow ins Russische und von Herrn Norman B entwich ins Englische übersetzt.) Wer für den Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Ein Antrag P. M. Raskin besagt (liest): „Das E. A. C. soll an das jüdische Volk appellieren, daß jeder einen Dunam Land in Erez-Israel kauft und ihn als Geschenk dem Jüdischen Nationalfonds übergebe, damit dann auf diesem Boden die jüdischen Arbeiter Palästinas und anderer Länder kolonisiert werden." Es handelt sich lediglich darum, daß das E. A. C. das jüdische Volk an seine Pflicht erinnern soll, dasjenige beizutragen, um den Boden in Palästina für das jüdische Volk zu erwerben, und zwar dadurch, daß jeder, der in der Lage ist, einen Dunam Land zu erwerben, sich dies auch zur Pflicht macht. Wer dafür ist, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es kommt nun ein Antrag, der inhaltlich durch den Antrag Pasmanik erledigt ist (liest): ►,,Der Kongreß erkennt den Wert und die Bedeutung der Verbesserung des Standes der jüdischen Arbeiter durch verschiedene Maßnahmen, wie Arbeiterstätten in der Nähe der Kolonie, billige Wohnungen usw., an. Der Nationalfonds soll den Boden dazu hergeben." Diese Sache ist durch den Beschluß über den Antrag Pasmanik erledigt. Präs. Wollfsohn (zur Geschäftsordnung): Ich möchte die Fragt» an den Herrn Präsidenten richten, ob die Anträge auch die nötige Zahl von Unterschriften haben. Es geht doch nicht an, daß jeder, dem irgend etwas einfällt, es auf einen Zettel schreibt, und daß dies auf dem Kongresse zur Abstimmung gebracht wird. (Beifall und Händeklatschen.) Wir wollen doch hier nicht Anträge fassen, mit denen wir mis unter Umständen lächerlich machen (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wenn irgendeiner eine Idee hat, ist es leicht möglich, daß man durch eine Diskussion den betreffenden Delegierten von dieser Idee abbringen kann. Wir können doch nicht über jeden Antrag, der hier auf den Prä sielententisch fliegt, gleich abstimmen. Ich möchte daher bitten, nur solche Anträge zur Abstimmung zu bringen, die die erforderliche Anzahl von Unterschriften haben. Ich glaube sogar, daß nach unserer Geschäftsordnung 20 Stimmen hierfür notwendig sind. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)

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