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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 261

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 261 (sequence 261)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 261 — mieden, bei den einzelnen Diskussionsrednern mich zum Worte zu melden, um Stellung dazu zu nehmen, und ich habe es nicht nur deshalb vermieden, weil ich es für richtiger halte, jetzt im allgemeinen meine Ideen dazu auszusprechen, sondern auch deshalb, weil ich mit großer Freude und Befriedigung habe konstatieren können, daß nicht nur in bezug auf die Wichtigkeit der Palästina- Arbeit, sondern auch in bezug auf die Wege, weiche die Palästinaarbeit zu gehen hat, eine merkwürdige Übereinstimmung herrscht, und es ist mir das ein Zeichen, daß die Idee der Palästinaarbeit, für die wir die letzten 6 Jahre gekämpft haben, uns gewisseimaßen jetzt schon in Fleisch und Blut übergegangen ist. Die Diskussionen über die Palästinaarbeit werden, man könnte schon sagen, langweilig, und das ist gut so. So sollen sie sein, wenn sie nützlich sind. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich will deshalb auch nicht auf die einzelnen Redner eingehen, will nur die einzelnen Punkte berühren und die einzelnen Redner nur dann hervorheben, wenn sie speziell in markanter Weise etwas vorgeschlagen oder bekämpft haben. Ich wende mich zuerst zur Arbeit in Palästina selbst, und da finden wir, daß die agrarischen Fragen nicht an erster Stelle behandelt wurden, und zwar aus dem Grunde nicht, weil über die Bedeutung dieser agrarischen Arbeit nur eine Meinung herrschte. Wir haben aber einer Reihe von Herren, die jetzt in Palästina waren, wichtige Anregungen zu verdanken, so z. B. Herrn Dr. Hausmann, dessen Anträge bezüglich des Ankaufs von Unland und des Versuchs, mit dem System der Ica uns näher bekannt zu machen und eventuell mit ihr Hand in Hand zu gehen, ich durchaus zustimmen kann. Herr Blitz hat gleichfalls eine Reihe agrasischer Fragen erörtert und gezeigt, daß der einzige Ort, wo man jetzt in Palästina auf dein Lande auf zionistischem Boden sein Haupt niederlegen kann, diese leider von manchem Zionisten so sehr verachteten, da noch kleinen, Unternehmungen der P. L. D. C. sind. Heute ist der Grundstock zu dem sehr wichtigen Institut der Siecllungsgenossenschaft gelegt worden. Hoffen wir auf Erfolg, obgleich wir darin nicht zu optimistisch sein dürfen, und ich freue mich, konstatieren zu können, daß auch Herr Dr. Oppenheim er, so sehr ihm die Sache am Herzen liegt und er mit der Arbeit verknüpft ist, und wenngleich er auch versprochen hat, mit allen Kräften darin mitarbeiten zu wollen, in bezug auf den Erfolg des ersten Versuches nicht allzu sicher ist. Soweit die agrarischen Fragen. Was die Industrie betrifft, so möchte ich darauf eingehen, was Herr Dr. Pasmanik sagte. Wir sollen, wie er meint, ein Bureau einrichten^ welches die Industrieunternehmungen besser ausarbeitet, so daß nicht so viele Leute, die mit ihrem Gelde nach Palästina kommen und sich dort industriell betätigen wollen, schließlich doch zurückkehren müssen, weil sie keine Betätigung finden. Es ist hier dasselbe der Fall, was ja auch von den Landwirten, die nach Palästina gehen wollen, um sich Land zu kaufen, und zwar mit Recht, getadelt wird. Beim Lande liegen die Verhältnisse so, daß man kein Land kaufen kann, weil es fertige Ländereien nicht gibt. Unser Streben ist es, durch die Parzellierungsgesellschaft und durch den Agrarkredit dies 211 ändern. Was die Industrie betrifft, so können wir die Sache auf ähnliche

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