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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 252

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 252 (sequence 252)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476272--3282-3479423
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— 252 — Herr Goldberg meinte, die Jüdische Kolonialbank sollte 500 Pfund vorschieben, die nach der Gründung des Instituts rückzuvergüten sind." Aus dem ganzen Zusammenhang mußte ich entnehmen, daß diese 500 Pfund für den Rechtsanwalt bestimmt waren, bzw. dafür, Herrn Dr. Ruppiii nach Konstautinopel zu schicken. Professor Warburg und Dr. Tschlenow sagen mir jetzt, daß sie mit 500 Pfund nicht nur die Reise, sondern auch die andern Kosten gemeint haben. Ich habe es selbst übernommen, das zu berichtigen, und das wird auch im Protokoll ausgewiesen werden. Delegierter Dr. Katzenelsohn: Ich möchte nur zwei Worte von dem berichtigen, was Herr Dr. Pasmanik gesagt hat. Er hat mir die Worte zugeschrieben, daß die Zeit der Konzessionen jetzt noch nicht gekommen ist. ich habe ähnliches gesagt, aber gerade das Umgekehrte. Ich habe gesagt: vor dem neuen Regime war die Zeit noch nicht da, aber jetzt ist die Zeit gekommen, wo man ernst arbeiten muß; also es ist genau das Umgekehrte. Delegierter Moser (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüßt); Vereinter Kongreß! Der Empfang, den Sie mir jetzt bereitet haben, hat seinen Grund wahrscheinlich darin, weil Sie mich noch nie auf der Tribüne gesellen haben. (Heiterkeit.) Ich war Zuhörer bei einer Anzahl von Kongressen, und auch diesmal wollte ich es bleiben. Ich habe mich diesmal jedoch zum Worte gemeldet, weil ich mich eines Vorwurfs nicht enthalten kann: Ich habe so viel von der praktischen Arbeit oder der Absicht der praktischen Arbeit in Palästina heute gehört, daß ich meine, daß die verschiedenen Projekte oder Ideen Probleme sind, die wie viele andere in Jahren nicht gelöst werden. Ich wollte Ihnen nur einen praktischen Vorschlag machen. Ich habe mich heute überzeugt, und Sie werden sich alle überzeugen, daß wir ein praktisches Beispiel hier im Kongreß vor uns haben, den. Bezalel. (Beifall.) Der einzige praktische Weg, wie einem derartigen Institut weiter zu helfen ist, ist der, daß wir demselben ein Betriebskapital geben. Ich glaube, es würden 20 bis 25000 Francs genügen; dadurch würde es produktiv sein, und man könnte sofort 50 oder vielleicht 100 Personen beschäftigen. Das ist also meiner Ansicht nach ein praktischer Vorschlag, um jedenfalls eine Zahl derjenigen zu beschäftigen, die sofort beschäftigt werden' können, wenn diese geringe Summe da ist. Ich will auch sagen, was ich für unpraktisch halte. Ich halte es für unpraktisch, wenn man für verschiedene Dinge privatim Unsummen sammelt, die ein großes Risiko sind. Ich protestiere nicht dagegen, sondern halte es nur für unpraktich, wenn auch das Geld für ein Genossenschaftsprojekt ist, das ich hochhalte und sehr gerne durchgeführt sehen möchte. Deshalb würde ich mir erlauben, dem Kongresse zu empfehlen7 einen Appell zu beachten, weil ich nicht anders darf und. ich derartige Ansprüche weder an den J. C. T., noch an die A. P. C, noch an den N. F. stellen kann. Ich habe ein sehr tiefes Interesse für das Hebräische Gymnasium, Darüber will ich mir noch ein anderesmal, falls ich Gelegenheit dazu habe, zu sprechen erlauben. Es ist nötig, daß wir außer den wirtschaftlichen Instituten auch die Erziehungsinstitute, die wir schon haben, berücksichtigen, und das hat sich meiner Ansicht nach der Kongreß nie zur Aufgabe gemacht. Wir

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