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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 242

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 242 (sequence 242)
Language
German, English, Hebrew
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— 242 — Heute morgen haben Sie Herrn Dr. Oppen he im er zugejubelt. Er hat gesagt, daß er eine Sache machen will, die ungeheuer schwer durchzuführen ist. daß es aber notwendig sei, sie durchzuführen. Herr Dr. Oppenheimer hat dabei seinen wissenschaftlichen. Namen verpfändet, von dem er sagte, daß er nicht so unbedeutend sei, um ihn nicht in die Wagschale zu werfen, obgleich er wisse, daß die Schwierigkeit bei uns noch viel größer sei als sonst, da zu allen Fragen seiner Theorie noch der Umstand hinzukomme, . daß unser Volk noch nicht zum Ackerbau geeignet sei. Wenn dieser Mann seineu Namen in dieser Weise aussetzt, wohl wissend, daß ein Fehlschlagen seiner Pläne, die bisher noch nicht erprobt sind, seinen Ruf unendlich schädigt, und der Kongreß dennoch, wie es seine Pflicht, war, ihm nicht nur zujubelt, sondern sich auch beteiligt, dann muß das gleiche Prinzip mit Entschlossenheit für unsere Finanzinstitute in Angriff genommen werden. (Beifall und Händeklatschen.) Nun komme ich zu einzelnen Details, die beleuchten sollen, welche Verhältnisse zwischen der Londoner Bank und der A. P. C. bestehen. Herr Professor War bürg hat bereits in seiner gestrigen Rede darauf hingewiesen, daß einer der Direktoren des J. C. T., Mr. Cowen behauptete, daß mehr als die Hälfte des ganzen Vermögens der Londoner Bank in Palästina investiert sei. Gegenwärtig sind 80000 £ vom J. C. T. in Palästina investiert, und zwar lediglich in Aktien der A. P. C. und der Bank in Konstantinopel. Sie werden mir zugeben, daß diese Summe, die kaum ein Drittel des Aktienkapitals und nicht ein Viertel des Kapitals, das uns mit Rücksicht auf andere Einlagen zur Verfügung steht, ausmacht, in absolutem Mißverhältnis zu den Geldern steht, die in Europa für uns nutzlos wirken. Der J. C. T. hat nun der Bank in Jaffa einen Kredit eingeräumt, der eine schwankende Ziffer aufweist und der jetzt auf 8000 £ gesunken ist. Dieser Kredit, der zeitweise eine ziemlich beträchtliche Höhe hatte, der z. B. in dem Jahre 1906 50000 £, und im Jahre 1907 sogar 83000 £ betrug, ist der Bank mit l°/o über der Londoner Bankrate zu verzinsen. Ich darf wohl annehmen, daß dies durchschnittlich 5% bedeutet. Es ist dies also für die Bank in London eine ganz wertvolle und rentable Anlage. Die A. P. C. hat aber aus Gründen, die mir unverständlich sind, gleichzeitig 20000 £, das sind 400 000 Mark Aktien des J. C. T., die ihr in den letzten Jahren etwa 21/2°/o Zinsen brachte. Daraus ergibt sich, daß aus diesem verworrenen Komplex von geschäftlichen Unternehmungen des J. C. T., die unnötig sind, die A. P. C. etwa um 21/2,7o am Gewinne geschädigt ist, weil sie 20 000 mit etwa 5% verzinsen muß, während sie nur etwa 21/2°/o seitens der Bank verzinst erhält. Wenn der Kongreß mit uns der Ansicht ist, daß die gegenwärtige Art des Geschäftsbetriebs in Europa der Bank keine große Sache darstellt, daß sogar ein großer Teil des Vermögens der Bank — ich veranschlage ihn durchschnittlich auf 70 000 £ — ziemlich nutzlos daliegt, wenn man mit uns der Ansicht ist, daß die Fortführung dieses Zustandes in Europa für uns nichts bedeutet und daß es unendlich viel bedeutet, wenn sich die Mittel der Bank in Palästina befinden, und wenn man weiter mit uns der Ansicht ist, daß in der von mir aufgestellten Formulierung der Wunsch des Kongresses zum Aus-

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