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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 239

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 239 (sequence 239)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 239 — Stolz dareinlegt, hinweisen zu können, daß die Kapitalien der Bank mündelsiclier angelegt sind. Nun, dann hätten wir uns nicht Jahr und Tag die Köpfe zerbrechen brauchen, wie wir die Bank vorwärts bringen. Wir hätten die wertvollen Kräfte der Leute, die ihre Kräfte der Bank widmen, für einen andern Zweck gebrauchen können und hätten einfach das tun können, was jeder Kapitalist mit einem Vermögen von 250000 £ tut. Es werden alle sagen, daß kein großes Verständnis dazu gehört, 4—5° o aus diesem Kapital herauszuschlagen (Beifall und Händeklatschen.) Eines ist falsch. Entweder ist es falsch, sich auf den engbegrenzten Standpunkt zu stellen, daß das Geld nur wenn es greifbar wäre, auch liquid ist, oder es ist falsch. Geschäfte damit xu machen, um eventuell dann Geld, das plötzlich flüssig gemacht werden soll, im Wege des Kredits aufzubringen. Nur eins kann gewählt werden, nicht eine Vereinigung der beiden Begriffe. Daß wir aber den Kredit für unsere geschäftlichen Unternehmungen, ich will nicht sagen eingebüßt, aber geschädigt haben, hatte zur Folge, daß die A. P. C, die jetzt anscheinend über eine gesicherte Rentabilität verfügt, noch nicht vermocht hat, das Mißtrauen gegen unsere Bankunternehmungen soweit einzuschränken, daß man wenigstens die Aktien dieser Bank kauft. Ich glaube also, daß die Bedeutung der Bank auf der Basis, auf der sie sich heute bewegt, für uns keinen entsprechenden Wert hat. Ich möchte nun einen Antrag verlesen, der aus zwei Teilen besteht, dessen ersten Teil ich soeben zu begründen versuchte, und über dessen zweiton Teil ich noch zu sprechen haben werde. Dieser Antrag lautet: „Der Kongreß ist der Ansicht, daß die gegenwärtige geschäftliche Tätigkeit des J. C. T. in Europa außerhalb der Interessensphäre der zionistischen Bewegung liegt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der Kongreß fordert allmähliche Liquidation der europäischen Geschäfte des J. C. T. und Uberleitung seiner Mittel nach Palästina." (Erneuter lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die Begründung des ersten Teils ist jetzt, denke ich, klar. Wir können nicht von der geschäftlichen Tätigkeit der Bank erwarten, daß sie mehr Mittel uns hereinbringt. Denn sie hat es bisher nicht vermocht, irgendwelche Depositen für uns zu erobern und ist für uns heute genau auf demselben Standpunkt, als wenn sie von Anfang an keine Geschäfte gemacht, sondern nur Dividenden verteilt hätte, mit der Einschränkung, daß sie dann statt 2o/o 40/o gezahlt hätte. Was die Liquidation betrifft, so ist dieser Teil ebenfalls klar. Was für eine Bedeutung hat es, eine Bank weiter in London existieren zu lassen, wenn sie uns nichts nützt? Alle unsere Interessen sind heute nicht mit Europa, sondern mit Palästina verbunden. Wenn ich die allmähliche Liquidation forclere, so ist es selbstverständlich, daß ich dem Kongresse nicht zumuten darf und gar nicht daran denke, ihm zuzumuten, daß er über diese rein banktechnische Frage sich irgendwie äußere, in welchem Tempo dies geschehen soll. Es soll lediglich die Leitung der Bank wissen, daß wir der Ansicht sind, daß die Fortführung des gegenwärtigen Zustandes für uns nichts bedeutet, und ich bin überzeugt, sie wird selbst die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen. Allmähliche Liquidation! Herr Direktor Katzenelsohn sagte uns gestern,

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