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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 233

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 233 (sequence 233)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 233 — einer Quelle die nötigen Auskünfte geben können. (Präsident Wolffsöhn: Sehr richtig!) Sehr oft sehen wir in den Kolonien, daß zur selben Zeit, wenn die Arbeiter nach Amerika oder andern Orten auswandern, weil Sie sagen, daß jüdische Hände keine Arbeit finden, die Kolonisten behaupten, gebt uns jüdische Arbeiter, wir brauchen jüdische Arbeiter. Wie wird das also zu verstehen sein? Viele Arbeiter vom Auslände würden hineinkommen, wenn sie von einer sichern Quelle Nachricht bekommen würden, so und so viele Arbeiter können Beschäftigung erhalten. Es muß eine richtige Quelle sein, auf die sich die Arbeiter verlassen können. Ferner kommen verschiedene Streitigkeiten zwischen den Kolonisten den Arbeitgebern und zwischen den Arbeitern vor. Die Kolonisten behaupten, daß die jüdischen Arbeiter zu hohe Forderungen stellen. Die Arbeiter sagen, daß man ihnen sehr unbequeme Arbeitsbedingungen stellt, und das alles ist nur so besser zu machen, wenn ein Bureau aus den Vorstehern der Arbeiter und Arbeitgeber unter der Leitung des zentralen Bureaus besteht, welches immer die Auskunft in große Arbeitszentren schickt und alle beginnenden Zwistigkeiten und Streitigkeiten im Keime auf friedlichem Wege zu lösen trachtet. Außer der Auskunftserteilung für den Landankauf und für die Arbeiterfrage gibt es. noch ein sehr großes Gebiet, das Gebiet des Erziehungswesens. Obgleich ich der Ansicht bin, daß eigentlich die Eltern, beziehungsweise die Bevölkerung selbst das Wort hierzu ergreifen und auch das Losungswort und die Initiative für die Heranbildung ihrer Kinder geben muß, so glaube ich aber, daß es auch unsere Aufgabe ist, und sollte das Zentralbureau aus Eigenem dafür sorgen, daß eine gewisse Einheitlichkeit des Plaues in allen Schulen Palästinas Platz greifen soll. Ich will damit nicht sagen, daß irgendeine Richtung unterdrückt werden soll, weder die misraehistische noch die liberale Eichtling. Alle sollen das volle Recht haben. Es muß nur durch unser Bureau ein einheitlicher Typus für unsere Schulen geschaffen werden. Ich, der ich mich sehr dafür interessiere, muß konstatieren; es gibt kein einheitliches Programm und keinen einheitlichen jüdischen Schultypus in Palästina. Wir müssen doch endlich eine Schulinspektion in Palästina haben. (Beifall und Händeklatschen.) Diesbezüglich muß ich sagen, daß die Ica in dieser Hinsicht auch sehr gern mit uns zusammengehen wird. Sie fühlt auch die Notwendigkeit einer Schulinspektion und die Ausarbeitung eines einheitlichen Planes. Fernergibt es sehr viele Arbeiter und erwachsene junge Leute inPalästina, die die Schule nicht besucht haben. Wir sehen, daß in der ganzen Welt für solche Leute sehr viel geschieht. Wir stehen aber machtlos da. Wir haben sehr wenig Arbeits- und Abendkurse da für solche, welche nicht das Glück gehabt haben, in der Schule zu lernen; es ist sehr nötig, die realen Mittel zu geben und sie auch moralisch zu stützen. Das soll die dritte Aufgabe des Zentralbureaus sein. Die vierte und sehr wichtige Arbeit aus zwei Gründen ist die Organisation des palästinensischen Judentums. Wir sprechen so viel vom Katheder herab, daß es wirklich an der Zeit wäre, etwas in dieser Hinsicht zu arrangieren. Wissen Sie, was die neue Freiheit für die palästinensischen Juden bedeutet? Wir müssen nicht meinen, daß wir Juden in dieser Hinsicht ein besonders aus-

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