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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 230

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 230 (sequence 230)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 230 — Jaffa jederzeit mit Vorzug vor den nichtjüdischen Arbeitern an. — In einem Falle gleich bei Beginn des Baues hatte allerdings ein Hausbesitzer Niehtjuden engagiert, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, daß jüdische Arbeiter arbeitslos herumgingen. Es kam zu einem Skandal, der schließlich durch ein Schiedsgericht dahin beigelegt wurde, daß die Unternehmer sich verpflichteten^ in erster Linie die jüdischen Arbeiter aus Jaffa zu berücksichtigen. Das ist dann geschehen. Nur die Herbeischaffung jüdischer Arbeiter aus andern Orten ist wegen der entstehenden Mehrkosten unterblieben". Meine verehrten Kongreßmitglieder! Das ist der Bericht unseres höchsten Beamten in Palästina, dem wir bis jetzt noch keine Veranlassung hatten, auch nur im geringsten zuzutrauen, daß er uns nicht vollständig korrekt und richtiginformiert. Nun komme ich zu der Frage, wie wir überhaupt in der Sache informiert worden sind. Wir haben von dieser Angelegenheit durch eine Notiz in einer amerikanisch-zionistischen Zeitung erfahren, indem der „Maccabaean" in New York eine Notiz brachte, daß in Achuzath Baith keine jüdischen Arbeiter beschäftigt werden. Wir haben sofort nach Jaffa geschrieben und das Palästinaamt gebeten, uns zu unterrichten und seinen moralischen Einfluß dahin geltend zu machen, um diesem Skandal vorzubeugen. Darauf ist dieser Brief gekommen. Von den Arbeitern in Palästina und von der Organisation der Arbeiter, die hierher nach dem Kongreß Delegierte geschickt hat, hat man es noch nicht der Mühe wert gehalten, einen Brief an das Direktorium des Nationalfonds zu senden, um über diese Vorgänge Bericht zu erstatten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Aronowitsch: Die Arbeiterorganisation hat eine Zeitung. Hättet Ihr sie gelesen! (Lärm.) Vizepräsident Stand: Ich ersuche um Ruhe! Dr. Bodenheimer (fortfahrend): Wenn diese Besch werden vorhanden sind,, soll man nicht bis zum Kongreß warten, um hierher zu kommen und dann Vorwürfe gegen uns zu erheben. (Erneuter Beifall.) Wir sind dann auch in der Lage, festzustellen, wer uns besser berichtet: Die Arbeiterorganisation in Palästina oder unsere Beamten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Zwischenrufe des Delegierten Aronowitsch.) Vizepräsident Stand: Bevor ich dem nächsten Redner.das Wort erteile, erlaube ich mir, eine kleine Mitteilung zu machen. Die Arzte versammeln sich jetzt zu einer Besprechung in ärztlichen Palästinafragen. Delegierter Dr. Kohan-Bernstein (mit Beifall und Händeklatschen begrüßt): Meine Damen und Herren! Ich werde mich bemühen, mich so kurz als möglich zu fassen, da ich auch an der Ärzteversammlung teilnehmen will. Ich will hier 5 Vorschläge machen und dieselben begründen. Diese Vorschläge bitte ich als das Resultat eines aufmerksamen Studiums der Verhältnis^ Palästina während eines Zeitraums von 2 Jahren 9 Monaten, während welcher Zeit ich dort beschäftigt war, zu betrachten. Ferner bitte ich, meine Vorschläge auch nicht als eine persönliche Meinung zu betrachten. Ich wollte nicht selbst mit meinen persönlichen Anträgen zum Kongreß kommen. Ich habe diese Anträge als Resolutionen der versammelten Schekelzahler und

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