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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 203

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 203 (sequence 203)
Language
German, English, Hebrew
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— 203 — Gestern sind in unserni engem Kreise in vier Stunden 11 000 Frs. gesammelt worden für den Genossenschaftsfonds. (Lebhafter Beifall.) Wir werden die Liste herumgehen lassen, und ich sage Ihnen: Juda erwartet, daß jeder Mann seine Schuldigkeit tun wird. (Erneuter stürmischer Beifall.) Es handelt sich nicht um milde Grabendes handelt sich um die Beteiligung an dem ersten großen Versuche jüdischer Großkolonisation in Palästina und da sollen Sie mehr tun, als Ihnen laicht wird, da sollen Sie sich hart tun. (Ruf: Wie viel brauchen wirV) Im ganzen 100 000 Frs. Die andere Hälfte gibt der Nationalfonds, wenn wir die 100 C00 Frs. aufbringen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die es am meisten angeht, die jüdischen Arbeiter in Palästina und draußen, werden sammeln, und in diesen Kreisen gibt es eine große Opferwilligkeit. Sie werden ihr Scherflein zusammenbringen, und die Beiträge werden sich summieren. Wir haben oben am Tisch 11 000 Frs. gesammelt, allerdings mit einer vierstelligen Zahl am Anfang, die einer der Prächtigsten unter uns mit großartigem Opfermut gespendet hat. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich will sehen, ob ich den Schlüssel zu Ihrem Herzen gefunden habe. Es wäre eine Schande, wenn da unten dieselbe Summe nicht noch einmal aufkäme. Damit habe ich gesprochen. (Erneuter lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vorsitzender des Permanenzausschusses Prof. Dr. Weitzmann: Die Mitglieder des Permanenzausschusses werden gebeten, sich sofort im Saale des Aktionskomitees zu versammeln. Delegierter Dr. Pasnianik: Herr Präsident, ich bitte dazu zur Geschäftsordnung ums Wort. (Unruhe.) Delegierter Schwarz fei d: Ich teile mit, daß der Bukarester Verein Chowewe Zion David 1000 Frs. für diesen Zweck spendet. Dr. Bodenheimer: Geehrter Kongreß! Unser verehrter Freund Dr. Franz Oppenheimer hat soeben in einer sehr geistvollen Auseinandersetzung das Prinzip der genossenschaftlichen Siedlung dargestellt. Er hat in seinen Ausführungen eine Tatsache angeführt, die angeblich die Genossenschaftssiedlung erschwert. Er hat erklärt, die Statuten des Nationalfonds lassen es nicht zu7 daß der Nationalfonds das Land, das er besitzt, in Bewirtschaftung nimmt. Er hat daran einige weitere Schlußfolgerungen und Ausführungen geknüpft. Ich möchte nicht, daß der Kongreß unter dem Eindrucke bleibt, daß die Statuten des Nationalfonds so beschaffen sind, daß der Nationalfonds nicht in der Lage ist, mit seinem Lande, das zu tun, was vernünftig und zweckmäßig ist. Die Statuten schließen in keiner Weise aus, daß der Nationalfonds sein Land in Bewirtschaftung nimmt. Es sind lediglich Zweckmäßigkeitsgrümle. welche die Nationalfonds-Verwaltung bisher veranlaßt haben, von einer eigenen Administration ihrer Ländereien abzusehen. Wir sehen in der Administrieriing solcher Ländereien auch bei einer Genossenschaftssiedlung, und vielleicht gerade erst recht bei einer Genossenschaftssiedlung, die einen ersten Versuch bedeutet, wir sehen in einer solchen Administrierung eine riskante Unternehmung, die der Nationalfonds nach unserer Ansicht nicht auf seine eigene Kappe nehmen darf. (Kufe: Sehr richtig!) Anderseits halten wir es, wie ich gestern bereits die Ehre hatte, auszuführen, für eine nnabweisliche Pflicht des Nationalfonds, eine solche Unternehmung, wie sie die Genossenschaftssiedlung darstellt, auf das ernstlichste und wärmste zu unterstützen. (Lebhaft«ir Beifall und Händeklatschen.) Ich habe daher im Einverständnis der Mitglieder des Direktoriums mit Herrn Dr. Franz Oppenheimer Beratungen über di«» Art und Weise gepflogen, wie ein solches Unternehmen gefördert werden könnte, und ich habe mit ihm die Grundsätze im wesentlichen vereinbart, die im großen und ganzen dem Antrage Oppenheimer entsprechen. Wir sind der

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