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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 185

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 185 (sequence 185)
Language
German, English, Hebrew
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— 185 — dort schaffen kann, wenn er sich nicht an eine Gesellschaft anlehnt. Er kann ein halbes Jahr dort sitzen und kommt keinen Schritt weiter. Wenn eine Gesellschaft da wäre, die den Boden parzelliert und an einzelne Kolonisten abgibt, hätten Sie schon viele zionistische Dörfer. (Beifall.) Aber Sie haben ja heute die Absicht, die Bank zu gründen. Wir haben ja auch einen Parteifonds gegründet. Wir werden nach Hause gehen und die Beschlüsse in die Tasche stecken. Wenn Rabbiner und Kantoren das Bankwesen nicht verstehen, so wissen sie doch, daß Geld dazu gehört. Wir Zionisten sind nicht so arm. Wenn man eine Statistik anstellen würde, wie viel Geld alle Zionisten haben, so wären zwei Prozent davon genug für Palästina. Warum geben wir das Geld nicht? Weil wir kein Vertrauen zur Leitung, haben, weil wir nicht wissen, ob unser Geld richtig verwendet wird. (Zustimmung.) In dem Augenblick, wo wir wissen, daß in Palästina auf kaufmännischer Grundlage gearbeitet wird, werden auch die Geringsten Aktien kaufen. Darum sage ich, daß in Palästina noch viel zu tun ist. In Palästina sind Plantagen zu gründen und Parzellen zu kaufen, aber es gibt keinen Boden zu kaufen für einzelne, sondern nur für ganze Gesellschaften. Gestern haben wir von Großzügigkeit gehört. Vieh4 halten das für eine Phrase. Aber wir haben uns an eine andere Phrase gewöhnt, die praktische Arbeit. Fragt man aber, was das ist, weiß es kein Mensch. Die Sache ist die, daß eine Leitung sein muß, welche die Garantie bietet, daß in Palästina gearbeitet wird. Hier ist aber keine Zeit, zu warten. (Beifall.) Man hat davon gesprochen, Avir sollen warten, bis eine Garantie für die Erhaltung der Nationalität da ist. Gehen Sie einmal hin und schauen Sie, was für eine Nationalität dort ist, und was für eine Garantie diese von der Regierung hatte. Was hätten Sie gesagt, wenn Sie kein Dorf hätten in Palästina? Der Manu aber, der diese I)örfer gegrüudet hat, hat nicht gefragt, sondern er hat die Kolonisation ins Werk gesetzt, und jetzt besteht dort das jüdische Volkstum im schönsten Sinne des Wortes. Das Volkstum ist ein Miniaturbild, es kann rasch verschwinden; darum ist es die höchste Zeit, zu arbeiten. Nun haben wir zwei Männer an der Spitze, die die Sache, wenn sie zusammenarbeiten, vorwärts bringen können. Man sagt aber, Warburg sei nur Botaniker. Hat man nicht von Herzl gesagt, er sei bloß ein Feuilletonist V An Kaufleuten und Rechtsanwälten sind wir reich, aber Ökonomen haben wir einen, höchsten und Avenn Sie den stützen, und der andere Herr, sein Zwillingsbruder, mit ihm zusammenarbeiten wird, so wird die Palästinaarbeit nicht nur im Kongreß, sondern auch in Palästina greifbare Gestalt annehmen, (Lebhafte Zustimmung.) Man hat gesagt, Professor Warburg leistet kindische Arbeiten. Ein Mann, der im deutschen Kolonialamt sitzt, auf den die ganze deutsche Nation stolz ist, soll für uns nur ein Kind sein! (Beifall.) Hören Sie, was ich sage. Wenn wir in Palästina auf zionistischem Boden liegen wollen, können wir dort nur eine Nacht schlafen. Was Warburg geschaffen hat, ist eine Farm. Hätten wir 50 Farmen, würde man von uns mit mehr Achtimg sprechen. Man spricht in Palästina von der Ica, vom Zionismus Avird wenig gesprochen. Ich schließe. Ich "kann mich in eine Einzelkritik nicht einlassen. Wenn die Herren zusammenarbeiten, wenn sie Hand in Hand miteinander gehen, wird die Palästinaarbeit geleistet werden. Sie wird der Gipfelpunkt sein für alle Bestrebungen, die in Palästina einmünden. Gehen Sie nach Hause und sagen Sie: das zionistische Programm soll bestehen. Das Mittel zur Verwirklichung des Programms ist: Besiedlung Palästinas mit jüdischen Bauern. (Lebhafter Beifall.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Es sind 75 Redner vorgemerkt; es ist ausgeschlossen, daß alle diese Redner zum Worte kommen, wenn die Redezeit nicht eingeschränkt wird. Ich glaube, daß Sie ein Interesse daran haben

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