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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 181

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 181 (sequence 181)
Language
German, English, Hebrew
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— 181 — Dies ist aus zwei Gründen notwendig. Erstens, weil die Zeit kommen wird, wo uns Konzessionen notwendig sein werden, zweitens aber, weil wir von unsern Toehteranstalten erwarten, daß sie große finanzielle Mittel brauchen werden. Wie Sie alle wissen, war ein Run in Jerusalem, und man verlangte alle Einlagen zurück. Wäre nicht der J. C. T. in der Lage gewesen, uns jede nötige Summe zu überweisen, so wäre •es zu einer großen Krisis gekommen. Jetzt ist unsere Position noch mehr gestärkt als früher, da sich die Leute überzeugt haben, daß uns die Bank die notwendigen Mittel zur Verfügung stellt. Unsere Mutteranstalt ist notwendig tür sich selbst, aber ebenso notwendig für die Töchter, und das ganze Leben der Mutter konzentriert sich in den Interessen der Kinder. Die Behandlung dieser durch die erstere ist wirklich keine stiefmütterliche, sondern eine rein mütterliche. Es sind ja auch dieselben Leute, die hier und dort an der Spitze stehen. Ich glaube, daß kein einziger unter uns ist, der es nicht als Hauptaufgabe betrachten würde, in Zukunft einmal alle Mittel an Palästina zu übergeben, um dort zu arbeiten. Jetzt möchte ich trotzdem einige Worte über den J. C. T. sprechen. Die Geschäfte desselben entwickeln sich regelmäßig und sehr gut. Wir hatten im Jahre 1907 einen Umsatz von 6 300 000 £, im Jahre 1908 von 6 800000 £, im Jahre 1909 bis zum 30. November 8 110000 £ bei einem Kapital von 250000 £. Das beweist, daß die Bank wirklich arbeitet und existiert. Nun wollen wir zum Resultat übergehen. Es ist kein Wunder, wenn der J. C. T. in bezug auf seine Dividende nicht an der Spitze der Banken steht. Wir haben unter schweren Umständen zu arbeiten. Da ist der Sonnabendschluß, da ist der Name, da ist der Umstand, daß wir zwei Drittel unserer Gelder bei den Tochteranstalten haben, und daß wir von zionistischer und anderer Seite so wenig Depots erhalten. Alle diese Umstände bewirken es, daß wir mit der Dividende nicht an der Spitze stehen können; aber immerhin haben wir in den 7 Jahren unserer Existenz 32 000 £ Dividende ausgeworfen, und wir haben noch eine ganze Reihe anderer Ausgaben gehabt, die zwar nicht geschäftlicher, aber um so mehr zionistischer Natur sind. Ich will nur einiges nennen: Wir haben für die El-Arisch-Expedition 2000 £, und für den 'Relieffonds 2000 £ ausgegeben. Wir haben uns an der Palästina- Handelsgesellschaft mit 935 £ beteiligt. Der Prozeß hat 1800 £ gekostet, für die Unterstützung der „Welt" haben wir 150 £ jährlich, im ganzen zirka 1000 £, für den Aufsichtsrat zirka 1000 £, für Baumwollpflanzungsversuche in Palästina 200 £ ausgegeben. Wir haben im ganzen zirka 20000=£ für rein zionistische Zwecke ausgegeben, und wir haben in den letzten 6 Jahren nicht nur das ganze Geld behalten, sondern auch noch 50 000 £ mehr geschaffen, ^Is damals vorhanden war. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)

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