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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 182

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 182 (sequence 182)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476272--3212-3479353
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— 182 — Nachdem ich nun die Frage über die Aussichten des Geschäfts beantwortet habe, möchte ich noch auf den Wunsch zurückkommen, der bei der Gründung geäußert worden ist, daß die Bank zu dem Zwecke geschaffen wurde, um ein Finanzinstrument der Bewegung zu sein. Das sollen wir beständig sein; aber um ein Instrument zu sein, dürfen und sollen wir nicht zerstückelt werden, sonst sind wir kein Instrument mehr, sondern ein unnützes Werkzeug, und wir müssen alle dafür sorgen, daß dieses Instrument uns erhalten bleibt und immer mehr gestärkt und verbessert wird. Nach diesem Rückblick komme ich zum Ende. Wenn wir bedenken, daß wir vor zehn Jahren erst zaghaft an die Bankgründung gegangen sind, daß wir jetzt eine längst existierende, gut fundierte Bank in England haben, daß wir ferner in Konstantinopel eine Bank mit einem recht hübschen Renommee, und in der A. P. C. ein Institut geschaffen haben, welches geradezu eine Umwälzung im Lande bewirkt hat, können wir mit Recht behaupten, daß wir unsere Resultate gewiß als ganz schöne betrachten können. In diesem Moment fällt mir eine Szene ein, die scheinbar wenig damit zu tun hat Vor vielen Jahren, als ich noch mit unserm unvergeßlichen Herzl in London war und uns ein Historiker in der Bank besuchte, da, sagte dieser: Sie glauben, Schätze in Ihren Kassen zu haben, 250 000 Pfund sind gar nichts. Ihre Schätze haben Sie in Ihrem Verzeichnis, das 135000 Namen enthält Die Geschichte hat noch nirgends ein solches Material aufzuweisen gehabt, daß 135000 Menschen auf einmal aufgeschrieben sind. Nach Hunderten von Jahren kann das einen unglaublichen historischen Wert haben. Man wird dann genau wissen, wer und wo der Mann war. Darauf sagte Herzl: Unsere Schätze sind wirklich nicht diese 250000 Pfund, aber auch nicht dieses Register von Namen, sondern unsere Schätze sind die Hoffnung und das Vertrauen des jüdischen Volkes. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Meine Verehrten! Ich bin kein Mensch der Phrasen, aber ich glaube, daß ich ruhig sagen kann: Um die Hoffnung und das Vertrauen des jüdischen Volkes zu rechtfertigen, sind wir nur zu einer Sache verpflichtet: Arbeiten, arbeiten und arbeiten! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Dr. Friedeinaim: Als Mitglied des Aufsichtsrats der Bank' und im Namen des Aufsichtsrats der Bank möchte ich Ihnen die Erklärung vorlesen, weshalb die Generalversammlung der Bank diesmal nicht, wie es sonst üblich gewesen ist, während der Tagung des Kongresses stattfindet... Dies ist in folgender Erklärung zusammengefaßt (liest): „Da der Kongreß diesmal nicht wie gewöhnlich im Sommer stattfinden konnte, die jährliche ordentliche Generalversammlung einer Gesellschaft jedoch nach den Vorschriften der englischen Gesetze nicht später als 15 Monate nach der vorhergegangenen jährlichen ordentlichen Generalversammlung abgehalten werden darf, war es nicht möglich, es so einzurichten..

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