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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 166

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 166 (sequence 166)
Language
German, English, Hebrew
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— 166 — und Boden Eigentum des Jüdischen Nationalfonds bleibt (lebhafter Beifall und Händeklatschen) und bezüglich der Aufbauten lediglich ein Erbpachtverhältnis eintritt, wie es von den Bodenreformgesellschaften befürwortet wird. (Allgemeine Zustimmung.) Die Grundrente soll für ewige Zeiten dem jüdischen Volke zuwachsen und nicht der Privatspekulation in die Hände fallen. (Lebhafter Beifall and Händeklatschen.) Einen Gesichtspunkt möchte ich dann noch in die vorderste Reihe stellen, und das ist der, daß entsprechend dem Standpunkte, daß der Nationalfond& lediglich dazu dient, Grand und Boden zu erwerben, es auch nicht Sache des N. F. ist, in irgendeiner Form Subventionen oder Beihilfen für Schulen oder zu andern kulturellen Zwecken zu gewähren, Soweit innerhalb des Zionismus Raum für solche Bestrebungen ist, ist es Sache des A. C. oder besonderer Fonds, die hierfür gebildet werden, diese Subventionen zu schaffen. Der Gesichtspunkt der Ausschaltung von Erziehungs- und Schulfragen aus der Tätigkeit des N. F. war auch der Hauptgrund, weshalb ich seinerzeit für die formelle Trennung der Ölbaumspende vom N. F. eingetreten bin, weil die Olbaumspende die Verwendung der Erträgnisse der Pflanzungen für Schulzwecke vorsieht. Dieser Standpunkt schließt aber nicht aus, daß die gesammeltem Spenden nach wie vor einen Teil des Nationalfonds bilden. Lediglich die Verwaltung der Pflanzungen und die Verwendung des aus den Pflanzungen erzielten Reingewinns ist dem Verein Ölbaumspende vorzubehalten. Dieses Prinzip schließt ferner nicht aus, daß der Nationalfonds für alle der Hebung des jüdischen Volkes dienenden Zwecke den Grund und Boden in Palästina unter allgemein gültigen Bedingungen gewähren müsse. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Da wir für uns in Anspruch nehmen, den Boden für das ganze jüdische Volk zu erwerben (allgemeine Zustimmung, lauter Beifall), so muß auch der Boden für alle höhern idealen Bestrebungen innerhalb des jüdischen Volkes genau so zur Verfügung stehen, wie das Licht der Sonne, wie Wasser und Luft. (Sehr gut!) Nur dann, wenn wir uns streng auf diesen unparteiischen Standpunkt stellen., wird in freier Entfaltung aller geistigen Kräfte sich eine jüdische Kultur entwickeln können. (Beifall.) Die Aufgaben, welche Sie in diesen kurzen Richtlinien angedeutet finden, sind groß, und dies könnte uns entmutigen. Wenn wir aber sehen, wie der Jüdische Nationalfonds in immer weitem Kreisen Beifall und Unterstützung findet, wenn wir sehen, wie derselbe aus kleinen Anfängen innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Spanne Zeit zu einer ansehnlichen Höhe emporgewachsen ist, wenn wir berücksichtigen, daß heute noch erst ein ganz minimaler Bruchteil des jüdischen Volkes sich an dieser Spende beteiligt, dann dürfen wir getrost und mutig der Zukunft ins Auge

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