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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 157

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 157 (sequence 157)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 157 — Eß gibt auch Zement- und Steinfabriken, Dachziegeleien und Maschinenfabriken. Je nach dem Bedarf werden mehrere dieser Unternehmungen existieren können. Falls die Baumwollanpflanzungen in Palästina Erfolg haben, wird mit der Zeit sicher auch eine Spinnerei-und Weberei-Industrie entstehen und prosperieren können. Ich erwähnte schon den Bedarf an großen öffentlichen Arbeiten. Tran Sportunternehmungen und andern großen Bahnbauten, die, nachdem Palästina jetzt bald mit der Bagdadbahn verbunden sein wird, das Land auch mit Ägypten verbinden werden. Für die jüdischen Kolonien sind Kleinbahnen erforderlich, z. B. würde eine Kleinbahn von Jaffa nach Petach-Tikwah und Rischon le Zion sich wahrscheinlich heute schon als sehr rentabel erweisen. Was der Boden Palästinas an Mineralien enthält, ist noch eine offene Frage. Wir wissen also nicht, ob sich dort mit der Zeit vielleicht auch eine Minenindustrie wird entwickeln können. Gerade in diesen Tagen findet die Ausschreibung statt für eine Ausbeutung der Phosphatlager bei Salt. Es ist aber fraglich, ob diese Lager reichhaltig genug sind, daß auf die gestellten schweren Konzessionsbedingungen sich Liebhaber für dieselben finden werden. Möglicherweise wird sich eine Salzgewinnung aus dem Toten Meere als vorteilhaft erweisen; außerdem die Gewinnung von Brom und Paraffin, die Ausbeutung der Schwefellager und die Gewinnung von Asphalt. Das sind alles industrielle Möglichkeiten, die wir nach unsern Kräften fördern wollen. Und welches sind diese Kräfte? Das sind in erster Reihe zuverlässige und fähige Fachleute, dann aber unsere materiellen Mittel, die Bank und der Nationalfonds. Was der Jüdische Nationalfonds ist, ist für jeden Juden, sogar für einen Nicht-Zionisten, direkt verständlich. Die Sammlungen für den Nationalfonds sind deshalb populär, und der Fonds wächst von Tag zu Tag. Für die Bank hat die zionistische Organisation einmal eine große Anstrengung gemacht, und dieser Anstrengung verdanken wir unsere Jüdisch-Nationale Bank. Ich bin der Meinung, daß die zionistische Organisation diese beiden großen Institute, die Bank und den Nationalfonds sorgsam hüten und zu weitern großen Aufgaben erst dann schreiten muß sobald die Zeiten dafür reif sind. Unsere Organisation soll sich aber weder direkt, noch indirekt mit Sachen befassen, die aus Mangel an Geld und Leuten bei der Gründung schon zum Tode verurteilt sind. Sie soll ihre Mittel vorzugsweise den großen allgemeinnützlichen Sachen zuwenden. Es gibt gewiß auch viele kleine Unternehmungen, die rentabel sein können, aber mit diesen Unternehmungen kann unsere Organisation als solche sich nicht befassen.

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