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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 146

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 146 (sequence 146)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 146 — Bauern zu reservieren, und für die Kulturträger, die Gelehrten und Künstler, die Lehrer und Ärzte, für die Erzieher im geistigen und körperlichen Sinne nichts mehr übrig zu haben? Sollte sich nicht bei ernstem Nachsinnen ein Weg finden lassen, — z. B. vielleicht durch Überlassung des Erlöses der Marken, Telegrammformulare und Ansichtspostkarten an den Kulturfonds — um zu erreichen, daß •auch der Kulturfonds auf eine Höhe gebracht wird, die es ihm .ermöglicht, wirklich Gutes und Großes in Palästina zu schaffen? (Lebhafte Zustimmung.) Es ist Aufgabe des Kongresses, hierfür die Direktiven zu geben und die Richtlinien zu ziehen. So viel aber ist gewiß, wir dürfen nicht länger in der Förderung von Kulturaufgaben hinter kleinen Vereinen in Palästina zurückstehen, wir müssen energisch und zielbewußt ans Werk gehen, denn die schwielige Hand des palästinensischen Landmannes wird nur dann den gewünschten Segen bringen, wenn auch für die vielen geistigen und moralischen Bedürfnisse unseres Volkes in Palästina gesorgt ist. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Denn wir Juden waren stets und werden immerdar sein ein Volk des Geistes. (Stürmischer, langanhaltender Beifall und Händeklatschen im Saale und auf der Galerie. — Tücher- und Hüteschwenken.) Präsident Dr. Nordan: Wir werden im Interesse der Sache alle Berichte,, die sich auf Palästina beziehen, zunächst erstatten lassen. Die Debatte über diese Berichte kann dann zusammengefaßt werden, d. h. alle Bedner, die zu einem Bericht, der sich auf Palästina bezieht, das Wort zu nehmen wünschen, werden dann an die Beihe kommen. Jetzt hat das Wort als Berichterstatter, der Agrarkommission Herr Delegierter Dr. Tschlenow. Bericht der Palästina-Agrarkreditkommission Berichterstatter Dr. Tschlenow (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüßt): Geehrter Kongreß! Mein verehrter Vorredner hat vor Ihnen eben erwähnt, daß er, als Leiter des Palästina-Ressorts des A.C., seine Kraft unter anderm der Frage des Agrarkredits in Palästina gewidmet hat. Die vom Großen A. C. im März dieses Jahres eingesetzte Kommission hat nämlich unter seinem Vorsitz und in beständiger tätiger Mitarbeit mit. ihm gewirkt. Von dieser Kommission ist mir die Aufgabe auferlegt, hier vor dem verehrten Kongreß ihren Standpunkt zu erklären, über ihre Arbeiten zu referieren und ihren Vorschlag zu unterbreiten. Die Frage des Agrarkredits ist auf unserm Kongreß jetzt nicht zuerst aufgetaucht: Die Herren Professor Warburg und Ussischkin haben schon dem vorigen Kongreß einen positiven Antrag, — eine Agrarbank in Palästina zu gründen, — unterbreitet. Sie werden sich vielleicht erinnern, daß gerade ich derjenige war, der dann gegen diesen Antrag aufgetreten ist, und unsere Aufgabe darauf beschränkt sehen wollte, daß bei der Anglo-Palestine-Company eine Abteilung für Bodenkredit eingerichtet werden sollte. Von diesen zwei Anträgen

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