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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 143

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 143 (sequence 143)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Hingegen werden wir uns mit dem Fortbildungsunterricht, mit Errichtung von Volksbibliotheken und Lesehallen, Entsendung von Wanderlehrern, Einrichtung von Vortragskursen, Toynbeehallen usw. und vielleicht auch noch mit der Gründung von ländlichen Erziehungsheimen zu befassen haben. Auch das höhere Schulwesen, soweit es nationale Ziele fördert, darf von unserer Bewegung nicht aus den Augen gelassen werden. Daher war es durchaus berechtigt, daß der Nationalfonds dem Hebräischen Gymnasium in Jaffa ein an hervorragender Stelle gelegenes Terrain in dem neuerbauten Villenviertel zur Verfügung gestellt hat, auf dem sich schon bald infolge einer hochherzigen Stiftung unseres Gesinnungsgenossen Moser aus Bradford das monumentale Schulgebäude erheben wird. (Stürmischer, langanhaltender Beifall und Händeklatschen.) Während für das Technikum in Haifa ja von anderer Seite her die nötigen Fonds bereitgestellt worden sind, wird es unsere Aufgabe sein, später von den Erträgen der Ölbaumspende eine Hochschule zu schaffen. Auch die Errichtung eines Museums wird geplant, oder besser gesagt, es besteht die Absicht, das schon jetzt recht gut sich entwickelnde Museum des Bezalel in Jerusalem weiter auszubauen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dieses Museum besteht jetzt aus drei Abteilungen: 1. Aus der Künste und kunstgewerblichen Abteilung. Diese ist schon von vielen jüdischen Künstlern, leider aber bisher noch von wenigen Mäcenen beschenkt worden. Ihr schönster Schmuck ist zweifellos das hier zum erstenmal ausgestellte Selbstportrait von Joseph Israels (lebhafter Beifall und Händeklatschen), welches dieser Altmeister der Malkunst uns auf dem Haager Kongreß versprochen und im vorigen Jahr ausgeführt hat. 2. Die antiquarische Abteilung. Diese besitzt schon dank dem Sammlertalent von Prof. Schatz sehr zahlreiche in Palästina gefundene Gegenstände, auch überweisen die jüdischen Kolonisten alles, was sie bei der Bearbeitung des Feldes finden, dem Museum als Geschenk. 3. Die naturwissenschaftliche Abteilung. Diese ist besonders in zoologischer Beziehung vorzüglich ausgestattet, da der frühere Lehrer des Hebräischen am Bezalel, jetzt Gustos des Museums, Herr Aharoni, ein Zoologe von Fach, einen bedeutenden Ruf als Sammler für auswärtige Museen besitzt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die zionistische Organisation beabsichtigt, dem sich ausdehnenden Museum ebenso wie dem Bezalel die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, und zwar durch Überlassung des ebenso schönen Nachbarhauses, das dem Nationalfonds gehört, vorläufig aber noch an eine amerikanische Gesellschaft vermietet ist.

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