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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 131

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 131 (sequence 131)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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~/ai haben für alle möglichen gemeinnützigen und wohltätigen Zwecke. Wir werden uns aber hüten, die edlen Leute, die dafür arbeiten, mit diesem häßlichen Namen zu belegen. (Lauter Beifall.) Sehr hat mich dagegen gefreut, daß Co wen behauptet hat, daß die Direktoren der Bank für die öffentliche Arbeit in Palästina sind. Ich mußte annehmen, daß wenigstens einige derselben noch auf dem alten Charter-Standpunkte ständen. Denn ich konnte mir nicht erklären, woher alle diese Widerstände kamen. Jetzt weiß ich, daß Co wen wenigstens Umschau hält. Umschau aber kann man halten in verschiedener Weise. Ich fürchte nur, seine Umschau wird nicht viel nützen, wreil er sie von seinem Pulte in London hält, und da erfährt er nichts. Wenn die Direktoren wirklich Umschau halten würden, wäre ich sehr zufrieden gewesen. Das einzige, was ich verlange, ist, daß sie in Zukunft wirklich Umschau halten, d. h. nicht in London oder sonstwo die Sache an sich herankommen lassen, sondern wie bei jedem gesunden Unternehmen an Ort und Stelle arbeiten und hören, was vorkommt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wenn er das tut, so werde ich meine Kritik vollständig ändern. Daß ich ein gefährlicher Antizionist bin, habe ich hier mit Erstaunen gelesen. (Heiterkeit.) Ich freue mich jedenfalls, daß Sie einem gefährlichen Antizionisten hier so aufmerksam zuhören. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Daß der J. C. T. schon den Hauptteii seiner Gelder in Palästina und in der Türkei angelegt hat, entspricht nicht den Tatsachen. Ich bin eben kein Geschäftsmann und möchte dies andern überlassen. In der letzten Nummer der })Jüdischen Rundschau" hat aber Julius Simon aus Mannheim, der ein Geschäftsmann ist, die nackten Zahlen darüber mitgeteilt, welche Beträge des Trust in Asien angelegt sind, und diese Ziffern zeigen, daß 108 039 £ von 255 000 £ in der Türkei arbeiten. Das ist nicht der größte Teil, sondern zwei Fünftel. Ich möchte noch auf die Bemerkung zurückkommen, daß ich kein Geschäftsmann bin, aber Botaniker. Ich habe gesagt, daß ich kaufmännische Berater zuziehe, und das hat unser verehrter Präsident so ausgelegt, als wenn ich nur unverantwortliche Berater zuziehen würde. Dies ist nicht der Fall; für alle zionistischen Beratungen habe ich den Berater, den die Bewegung hierfür bestimmt hat, d. h. für die Ölbaumspende und für das nicht zionistische Palästina-Industriesyndikat Dr. Ruppin, der nicht nur ein Jurist, sondern auch Kaufmann ist, und für den Bezalel verlasse ich mich bei allen geschäftlichen Angelegenheiten auf das Urteil unseres Gesinnungsgenossen Bertrand, Hamburg, der gleichfalls ein. Geschäftsmann ist. (Beifall und Händeklatschen.) Ich spreche noch über die zweite Frage, die auch Herr Präsident Wolffsohn gerügt hat. Er hat mir vorgeworfen, oder doch wenigstens angedeutet, daß es nicht richtig wäre, daß ich die

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