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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 121

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 121 (sequence 121)
Language
German, English, Hebrew
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Untergrabung der Autorität. (Sehr richtig.) Ich bin ganz einig mit Dr. Tschlenow, wenn er sagt: Wolffsohn ist nicht der Mann, der Herzl ersetzen kann; aber dann war es Ihre Pflicht, Wolffsohn zu unterstützen und ihm die Arbeit nicht noch schwerer zu machen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Dr. Tschlenow: Ich. habe es immer getan. Präsident Wolffsohn (fortfahrend): Jetzt komme ich zu der Geschichte mit der Moskauer Zusammenkunft, und da hat unser verehrter Dr. Tschlenow sich einfach in der Zeit verrechnet. Er sagte, als die Revolution in der Türkei ausgebrochen ist, da geschah wieder nichts, von der Leitung hat man wieder nichts gehört, und dann sind wir in Moskau zusammengekommen, um die neue Lage zu beraten. Das. ist aber eine Sache, die jedem bekannt ist. Ich glaube, ich brauche Dr. Tschlenow nur daran zu erinnern, und er wird es auch gleich wissen. Die Revolution in der Türkei ist. am 24. Juli ausgebrochen, und Mitte August hatten wir die Jahreskonferenz und das Große Aktionskomitee beisammen, und wir haben im Großen Aktionskomitee und auf der Jahreskonferenz, wie Dr. Tschlenow sich besinnen wird, des langen und breiten darüber beraten. In Moskau ist man aber erst im Oktober zusammengekommen. (Rufe: Hört, hört!) Ich glaube, das ist eine ganz große Differenz, und Herr Dr. Tschlenow war nicht berechtigt, zu sagen, daß das E. A. C. sich nicht um die Begebenheiten gekümmert hat. (Sehr richtig!) Jetzt kommt die Geschichte mit der Agrarkommission. Geehrter Kongreß! Wir werden auf die Agrarkommission noch zurückkommen, weil ein Spezialbericht darüber gehalten wird, und Sie werden noch Einzelheiten darüber hören. Ich erkläre ganz offen, daß ich in der Sitzung des Aktionskomitees dagegen war. nicht weil ich gegen eine Agrarbank an und für sich bin, sondern weil ich mir gesagt habe, es ist dafür noch zu früh, wir wollen nicht diesen guten Gedanken durch zu frühe Arbeit verderben, wir wollen uns gedulden, bis die Zeit kommen wird, und damit erst in die Öffentlichkeit treten, wenn wir die Vorarbeiten gemacht haben. Als die Jüdische Kolonialbank geschaffen wurde, besaßen wir noch nicht die erforderliche Erfahrung. Wir wollen diese Sache besser machen, als seinerzeit bei der Gründung der Jüdischen Kolonialbank. Heute haben wir ein Instrument, das wir ausnutzen können. Das war meine Ansicht. Nun kommt Herr Dr. Tschlenow und hat hier, — ich bin ihm dafür dankbar, — eine Stelle aus einem Privatbrief von mir vorgelesen. Ich habe mir soeben den Brief von Dr. Tschlenow geben lassen und finde die Stellen von ihm rot angestrichen. Ich hätte nur gewünscht, er hätte auch den Schlußsatz rot angestrichen. Diese Stelle, die Herr Dr. Tschlenow nicht vorgelesen hat, will ich aber dicker unterstreichen. Der Brief wurde am 15. April geschrieben. Ich war damals zur Erholung in Wiesbaden,

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