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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 100

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 100 (sequence 100)
Language
German, English, Hebrew
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— 100 ungestört bis heute arbeiten können und konnten. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Und wenn Ungarn heute hier vertreten ist, so verdanken wir dies nur dem Eintreten unsers Präsidenten für unsere Sache. (Erneuter lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich wollte das nur als Illustrationsfaktum dafür anführen, was ich früher gesagt habe. Es kommt nur darauf an, die Wünsche in entsprechender Form vorzubringen. Dann werden sie auch tatsächlich erfüllt. Ungarn soll von Ihnen nicht unterschätzt werden, zumal seine Hauptstadt allein 200 000 Juden zählt. Wir haben die Hoffnung, daß wir weiter ungestört arbeiten werden, und wenn die höchsten Spitzen durch Vermittlung unsers Präsidenten uns unterstützen werden, werden wir noch solche Kesultate aufweisen können, daß der Zionismus darüber erfreut sein kann. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich habe nur einige Momente angeführt. Nachdem aber meine Zeit abgelaufen ist, schließe ich mit folgenden Worten. Ich erkläre hiermit feierlich, wir haben das vollste Vertrauen zur Leitung. Wir haben das vollste Vertrauen zum Präsidenten. Wir haben das vollste Vertrauen zum E.-A. C. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Professor Warburg (mit stürmischem Beifall und Händeklatschen begrüßt)i Ich möchte nur zu einer sachlichen Aufklärung einen Augenblick das Wort ergreifen. Ich bin nämlich der Vorsitzende der Agrarkreditkommission. und als solcher habe ich die Pflicht, da eine scheinbare Differenz zwischen den Angaben des Herrn Goldberg, der gleichfalls in der Kommission ist, und unseres Präsidenten Wolffsohn vorhanden ist, einige Worte bezüglich dieser Angelegenheit zu sagen. Beide Herren haben nämlich recht: Es ist ganz richtig, was Herr Wolffsohn sagte, daß dieses Geld, das uns von der Kolonialbank bewilligt worden ist, für die bisherigen Arbeiten genügt hat; aber ebenso vichtig ist es, daß dieses Geld erst bewilligt wurde, nachdem die Ausgabe schon eingeleitet worden war. (Hört, hört!) Es drängte die Zeit, und der Betreffende, der die Verhandlungen führte, mußte abreisen. Wir konnten also nicht warten, und so wurde tatsächlich ein Garantiefonds unter uns persönlich aufgebraucht. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Aronowitsch (Jargon): Die Leitung hat bloß das Geld gehütet. Sie war aber nicht schöpferisch und hat in Palästina absolut nichts getan. Die Chaluka-Juden haben die* Krisis der Bank gebracht, und nicht die Leitung hat die Rettung gebracht. Es geschieht nichts für die Seele des Zionismus. Das Palästinaamt in Palästina ist bloß ein Korrespondenzamt. Die Palästinenser werden unterschätzt. Das, was unsere Bewegung in Palästina fördert, ist absolut vergessen worden. Erez-Jisroel wird vergessen. Man sitzt in Köln und Berlin, aber Erez-Jisroel hat man nicht gesehen. Man setzt ein Amt ein, man schickt Korrespondenzen in die ganze Welt; wenn wir aber aus der Krise herauskommen und die Jugend wiedergewinnen wollen, ist es las erste, daß eine Leitung eingesetzt werde, welche zuerst zionistisch und dann kaufmännisch ist. Ein Teil des E. A. G. soll in Palästina sein, Palästina soll nicht mehr betrachtet werden als Nebensache, sondern es soll der Puls unserer Bewegung sein. Es ist populär für jeden denkenden Zionisten, daß Palästina bearbeitet

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