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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 85

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 85 (sequence 85)
Language
German, English, Hebrew
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— 85 — Ressort haben wir bereits,— schaffen SieRessorts für die Organisation, und jeder Präsident dieser Institute soll Mitglied des E. A. C. werden. Dann werden wir ein Komitee haben mit einem Präsidenten an der Spitze, nicht aber mit acht Präsidenten, wie man in Rußland will. Das gibt es nicht in einer Organisation. (Lebhafter Beifall.) Sie haben doch genug, wenn Sie auf einen schimpfen. Wollen Sie gleich auf acht schimpfen? (Heiterkeit und Beifall.) Und wenn Ihnen ein Präsident, sei es der Bank oder einer andern Institution, nicht gefällt, wir haben doch die Mittel in der Hand und können einen wählen, der uns paßt. Wir können uns die richtigen Leute wählen, da wir durch unsere Organisation den Einfluß auf alle unsere Institutionen, auf die Geldinstitutionen und auf den Nationalfonds haben. Gefallen Ihnen die jetzigen Personen nicht, so wählen Sie andere. Es soll aber eine Leitung, ein Ministerium, das arbeitet, sein. Sie können nicht acht Präsidenten wählen. Wir können nur für jedes Ressort den Mann bestimmen, und dieser muß sein Ressort leiten. Nachdem Sie bereits, wie mir scheint, dafür sind, daß die Leitung von Köln wegkommen soll (teils Widerspruch, teils Zustimmung) . . . Sie wird wegkommen, weil ich nicht in der Lage bin, unter den heutigen Umständen die Leitung wieder zu übernehmen. Und Sie würden, — ich bin durchaus nicht eingebildet, — aber das weiß ich, wenn ich nicht in Köln wohnte, nicht auf die Idee gekommen sein, daß die Leitung in Köln sein soll. Wenn ich aber arbeiten soll mit einer Majorität, die so aussieht, wie vielleicht im Haag, wo ich beinahe durchgefallen wäre, wenn die Russen mir nicht in letzter Stunde ihre Stimme gegeben hätten, dann kann ich die Leitung nicht übernehmen. Vor zwei Jahren mußte ich dies noch tun, weil wir damals noch keine gut eingerichtete Organisation hatten. Ich mußte die Leitung übernehmen, und ich habe damals gesagt, als 59 Stimmen gegen mich waren, ich werde auch die Zufriedenheit dieser 59 zu erwerben suchen. Es scheint, daß mir das nicht gelungen ist. Deswegen werde ich gehen, und werde nicht warten, bis man mich hinauswirft. Ich gehe, weil es unmöglich ist, gegen den Willen einer großen Minorität zu regieren, die Leitung zu führen. Ich kann auch eins persönlichen Gründen nicht mehr mittun, weil ich abgearbeitet bin. Noch heute habe ich einen Gruß von meinem Hausarzt, der mein Freund ist, bekommen. Er ließ mir sagen: „Wenn Sie noch länger leben wollen, dürfen Sie nicht mehr in derselben Weise wie bisher arbeiten, das können Sie auf die Dauer nicht aushalten", und das werden auch Sie von mir nicht verlangen, so böse sind Sie mir ja doch nicht. Richten Sie in Berlin das Bureau ein, ich werde Sie dabei unterstützen, soweit es in meinen Kräften steht. Aber die Leitung hat die Institutionen zu verwalten, den Nationalfonds und unsere Bank, für welche wir alle die Verantwortung tragen. Wenn diese. Institutionen Schaden leiden, dann wird auch der

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