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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 76

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 76 (sequence 76)
Language
German, English, Hebrew
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— 76 — nicht gelernt hat. kaufmännische Geschäfte betreibt? (Dr. Pasmanik: Der Zionismus ist aber kein Handelsartikel!) Sehr richtig, da muß ich Ihnen zustimmen. Aber Avenn man will, daß der Zionismus sich mit praktischen Arbeiten, mit Unternehmungen beschäftigt, müssen wir es machen wie der Schuhmacher: man muß erst das Handwerk erlernen und dann arbeiten. (Lebhafte Zustimmung.) Herr Professor Warburg — und ich hoffe, er wird an der Spitze unserer Bewegung, solange es nur denkbar ist, bleiben — sollte nur Arbeiten machen, die kein Handelsartikel sind; dagegen sollte man aber dieses einfache Handwerk, daß wahrscheinlich in Ihrer Achtung nicht sehr hoch steht, weil Sie sagen, der Zionismus ist kein Handelsartikel, Leuten überlassen, die das Handwerk gelernt haben. Da kommen Sie und sagen: Ja, aber ihr Kaufleute seid gegen die praktische Arbeit. Ich möchte die Frage an Sie richten, hat einer von Ihnen nachgedacht und sich die Frage vorgelegt, warum denn unsere Freunde Cowen, Greenberg usw. gegen praktische Arbeit sind. (Unruhe.) Ich werde noch darauf zurückkommen. Herr Stand sagte, — und ich weiß nicht, wer ihm die Berechtigung gegeben hat, von mir das zu sagen, —Herr Wolffsohn ist ein politischer Zionist, der gegen die praktische Arbeit ist. Ich weiß nicht, ich kenne nicht die zionistische Geschichte des Herrn Stand, ich glaube aber, ich bin älter als er, und es ist vielleicht möglich, daß, bevor Herr Stand Barmizwa war, ich bereits für die praktische Arbeit in. Palästina gewirkt habe. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Von der ersten Minute an, da ich das Glück hatte, Herzl kennen zu lernen, habe ich mich nicht mit Ihren Reden hier und mit Ihrer Politik beschäftigt und habe nur praktisch für Palästina gearbeitet. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich will Ihnen nur zeigen, wie die Sache gehandhabt wird. Herr Dr. Thon, vor dem ich die größte Hochachtung habe, und von dem ich überzeugt bin, daß er nie eine Unwahrheit sagt, hat sich zumindest einer großen Leichtfertigkeit schuldig gemacht. Er behauptet, daß man der Leitung die Gründung der A. P. G. erst abringen konnte, nachdem die unglückselige territorialistische Bewegung sich bemerkbar gemacht hat. Nur ein kleiner Teil ist davon richtig, nämlich die unglückselige territorialistische Bewegung. Das andere ist grundfalsch. Die A. P. C. war schon zwei Jahre vorher gegründet worden. Sie wurde gegründet, ohne daß die Herren, die sie angeblich abgetrotzt haben, auch nur eine Ahnunghatten. Sie wurde in London gegründet, bevor wir die Expedition nach El-Arisch geschickt haben. Herzl und ich haben sie gegründet und die Herren haben erst nachträglich gehört, was vorgefallen ist. Wenn Sie zum Kongreß kommen, möchte ich Ihnen den Rat geben, sprechen Sie lieber nicht von Dingen, die Sie nicht kennen. Wenn Sie aber sprechen, suchen Sie sich wenigstens das richtige Material zu verschaffen; lernen Sie zuvor etwas von den kauf-

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