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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 381

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 381 (sequence 379)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2956-3479096
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— 381 — Statut hätte wieder schaffen müssen. Wir haben doch aber gar keine Veranlassung, an dem gegenwärtigen Zustande irgend etwas zu ändern, denn das ist selbstverständlich, daß der § i für den Zionismus unabänderlich ist. Es bedarf gar keiner Erklärung, daß er etwa nur mit einer 3/4- oder 4/5-Majorität abgeändert werden könnte. Präs. Wolffsohn: Herr Dr. Bodenheimer, ich richte an Sie die Frage: Ist es möglich, daß man dem Vorschlag des Herrn Dr. Becker, daß dieser Paragraph unabänderlich ist, annimmt? Del. Dr. Bodenheimer: Ich sehe kein Bedenken in dem Vorschlage des Herrn Dr. Becker, aber ich halte ihn für überflüssig. Del. Dr. Moskowitz: Geehrter Kongreß! Ich würde Ihnen vorschlagen, daß wir den § i überhaupt in zwei Teile teilen. (Rufe: Das ist ja schon geschehen!) Präs. Wolffsohn: Ich möchte, Herr Dr. Bodenheimer, nachdem einmal von der Sache hier gesprochen wurde und nachdem unser Organisationsausschuß einen Vorschlag gemacht hat, um allem Zweifel aus dem Wege zu gehen, an Sie die Frajge richten, ob das möglich ist, was Dr. Becker vorgeschlagen hat den § 38 so zu stilisieren: „§ I ist unabänderlich!" (Rufe: Das ist unmöglich!) Dann brauchen wir weiter darüber nicht zu streiten. Herr Dr. Becker, unsere Juristen sagen, das sei unmöglich. Del. Dr. Beeker: Ich, Herr Präsident, glaube nicht, daß es unmöglich ist. Es gibt eben in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten. Die Herren sind dieser Anschauung, ich bin eben einer anderen. Präs. Wolffsohn: Ah so, Herr Doktor sind auch Jurist, das wußte ich nicht! Del. Dr. Bodenheimer: Wir wollen nicht zum Schluß an den Kongreß eine schwierige juristische Frage stellen und sie hier vor Ihnen aufrollen, damit Sie darüber entscheiden. Die Frage ist ganz sicher sehr zweifelhaft. Nach meiner Ueberzeugung ist es absolut zulässig und möglich, zu sagen, daß dieser Paragraph unabänderlich sein soll. (Lebhafte Zustimmung. — Lärm.) Präs. Wolffsohn: Meine Herren, es liegt jetzt ein Antrag vor und die Juristen scheinen sich ihm anzuschließen, den § 38 ganz fallen zu lassen, weil er als überflüssig betrachtet wird. (Lebhafte Zustimmung.) Ref. Gronemann: Ich spreche nicht als Jurist, sondern als Vertreter des Organisationsausschusses. Ich habe nicht das Recht,, den Vorschlag des Organisationsausschusses einfach fallen zu lassen. Ich bin der Meinung, daß man auch in das Statut aufnehmen könne, daß § 1 unabänderlich sei, aber ich wäre dagegen, denn es könnte zu Komplikationen führen, denn die Sache ist, wie Herr Dr. Bodenheimer mir zugeben wird, zum mindesten sehr streitig. Dann müßte auch § 38 unabänderlich gemacht werden. (Rufe: Selbstverständlich!) Und ob man diesen nicht trotzdem aufheben kann, ist zweifelhaft. Wir aber, meine Herren, in der Kommission waren einheitlich der Ansicht, daß an unserm Programm nie gerüttelt werden wird und nie gerüttelt werden darf. Das hofften wir, aber wir glaubten, daß wir nicht auf Generationen und Generationen hinaus bis in alle Ewigkeit eine solche Möglichkeit ausschließen können. Ich darf Sie auf einen Fall aufmerksam machen: Es existierte einmal der Wunsch, dem Worte „Palästina die Worte: „und die Nebenländer" hinzuzusetzen. Da haben Sie schon etwas, was geändert werden kann. Wir können aber auch nicht wissen, was geschehen kann. Es kann ein Moment eintreten, wo wir in Palästina bereits festen Fuß gefaßt haben, eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte bereits besitzen, und trotz allem — ich muß so argumentieren — doch noch nicht unsere zionistische Organisation auflösen wollen, vielleicht um ein neues Palästina zu gründen. Meine Damen und Herren! Dieser Paragraph ist, wie Nordau richtig

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