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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 378

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 378 (sequence 376)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476270--2953-3479093
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Nun kommt der dritte Satz: „Den Landesorganisationen steht die Berufung ian das große A. C. zu." Wer dafür ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe! (Dieselbe erfolgt.) Abgelehnt. Ref. Gronemann: § 26 bleibt unverändert. Zu diesem Paragraphen besteht eine Resolution, die wir zu streichen beantragen. Präs.: Ist ein Widerspruch? (Niemand meldet sich.) Die Resolution ist g e s t r i c h e n. Ref. Gronemann: § 27 lautet liest): „Der Schekel ist die jährliche Beitragsleistung der Zionisten. zur Deckung der laufenden Ausgaben für die ganze zionistische Bewegung und ist voll an die Klasse des engeren A. C. abzuführen." Präs.: Herr Dr. Tschlenow hat hierzu das Wort. Del. Dr. Tschlenow: Wir kommen wieder zu einem Paragraphen, der der bisherigen Praxis vollständig widerspricht. Sie wissen, daß verschiedene Länder einen Teil der ßchekel für ihre Ausgaben behalten. Es sind zwar von unserer Organisation einzelne wenige Landsmannschaften da, die die Möglichkeit haben, ihre Landesbedürfnisse durch verschiedene Einkünfte zu decken. Es sind aber auch Zionisten in anderen Ländern, die diese Möglichkeit nicht haben. Dieser Paragraph will nun diesen Organisationen die einzige Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zu decken, wegnehmen. Ich muß im Namen der russischen Zionisten sagen: Wenn wir alle Schekelgelder dem engeren A. C. abliefern, haben wir nicht die Möglichkeit, unsere Bewegung weiterzuführen, wie bisher. (Rufe: Landesbeiträge!) Manche zahlen wöchentlich oder monatlich den Schekel. Die können nicht Schekel und Landesbeiträge bezahlen. Ich fürchte, daß ein solcher Beschluß nicht nur in Rußland, sondern auch bei anderen Landsmannschaften die Finanzen schwer treffen wird und schlage vor, die alte Praxis beizubehalten, daß ein Teil der Schekelgelder den Landesorganisationen für ihre Bedürfnisse belassen werde. (Ruf: Wieviel Prozent?) 40 Prozent! Del. Rabbinowitsch: Wie es scheint, ist Herrn Dr. Tschlenow der Beschluß des Organisationsausschusses nicht bekannt. Im Ausschuß wurde die Frage eingehend beraten und man kam zu dem Resultat, daß die Organisation unmöglich bestehen bann, wenn solche zwei Länder, wie Rußland und Oesterreich, in denen die Größe des Zionismus enthalten ist, einen sehr großen Teil der Schekelgelder für sich behalten. (Sehr richtig!) Infolgedessen beschloß der Ausschuß, daß 'die Schekelgelder voll dem A. C. zur Verfügung gestellt werden müssen. Um aber den Bedürfnissen der Landesorganisationen abzuhelfen, hat man im § 31 einen neuen Passus eingefügt, wonach dem A. C. das Recht zusteht, denjenigen Landesorganisationen, die ihre Ausgaben nicht aus eigenen Mitteln decken können, einen gewissen Prozentsatz der Schekelgelder zurückzuerstatten. Die Höhe des Prozentsatzes wird dem A. C. überlassen. Es wurde im § '30 beschlossen, daß der Schekel in Rußland auf 50 Kopeken, also um 20 Prozent erhöht werde, und von diesen 50 Kopeken werden 20 der Landesorganisation zur Verfügung gestellt. So bleibt der russischen Landesorganisation die frühere Summe ganz und dem A. C. eine größere Summe. In Oesterreich wurde der Schekel auf 1,20 K. erhöht und der Lanidesorganisation bleibt ein beträchtlicher Prozentsatz zur Verfügung. In demselben Maße wurde auch der Schekel in anderen Ländern erhöht. Es ist daher, glaube ich, das Bedenken Dr. Tschlenows nicht berechtigt. Die allgemeine zionistische Bewegung wird die Mittel bekommen, die sie braucht, wenn sie ersprießliche Arbeit leistet und die Landesorganisationen erleiden keinen Schaden. Ich empfehle den Antrag des Organisationsausschusses. (Beifall.) - Del. Dr. Tschlenow: Herr Dr. Gronemann macht mich aufmerksam,

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