Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 375)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 377 — Del. Feiwel (liest): „Zur Gründung einer eventuell sich über mehrere Länder erstreckenden Föderation ist es notwendig, daß sich mindestens 3000 organisierte Zionisten zusammenschließen. Sie kann sich nur mit Genehmigung des engeren A. C. bilden. Den Landesorganisationen der betreffenden Länder steht die Berufung an das A. C. zu." Ref. Gronemann: Nach diesem Antrage wären die Worte „eines Landes" 2u streichen. Dadurch ist für jeden erkennbar, daß sich eine Föderation über mehrere Länder erstrecken kann, und dann lautet der nächste Satz: „Sie "kann sich nur mit Genehmigung des engeren A. C. bilden." Del. Struck: Die Misrachisten schließen sich diesem Antrage an. Del. Kaplansky: Ich stimme dem Referenten zu, daß die Worte „eines Landes" gestrichen werden und mein Antrag angenommen werde, wo von Ländesorganisationen die Rede ist. Vizepräs. Dr. Tschlenow: Wir stimmen ab. Der Antrag der Kommission geht dahin: „Zur Gründung einer neuen Föderation ist es notwendig, daß sich mindestens 3000 Schekelzahler eines Landes zusammenschließen." Nach dem Antrage, worüber sich die Poale-Zion und die Misrachisten geeinigt haben, sollen die Worte „eines Landes" weggelassen werden. Wer für diesen Antrag ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Angenommen. Jetzt kommt der nächste Satz, welcher nach der Kommission zu lauten hätte: „Sie kann sich nur mit Genehmigung des engeren A. C. und nach Anhörung der Landesorganisation des betreffenden Landes bilden." Präs.: Wenn eine Föderation sich in zehn Organisationen teilt, mit wem soll das engere A. C. verkehren? Das ist nicht denkbar, und ich bitte den Referenten, die Worte „nach Anhörung" usw. fallen zu lassen. Del. Dr. Wolf: Es handelt sich um die Möglichkeit der Gründung einer territorialen und einer interterritorialen Föderation. Bei letzterer braucht man eine Landesorganisation nicht zu Rate zu ziehen. Ref. Gronemann: Das ist bereits gestrichen. Vizepräs. Dr. Tschlenow: „Nach Anhörung der Organisation des betreffenden Landes" soll gestrichen werden? Del. Feiwel: Ich beantrage die Streichung dieses Passus. Durch die •Klausel „mit Genehmigung des engeren A. C." ist den Landesorganisationen ^ohnedies Gelegenheit geboten, sich an eine Instanz zu wenden. Es würde zu Unzuträglichkeiten führen, ihnen extra noch das Recht einzuräumen, sich an des große A. C. zu wenden. Del. Wolffsohn: Es ist anzunehmen, daß, wenn sich eine Föderation bildet, der Sitz dort sein wird, wo die meisten Zionisten sich der neuen Föderation anschließen. Dann könnten wirklich Streitigkeiten zwischen der Landesorganisation und dieser Organisation entstehen, und da ist es notwendig, daß die Landesorganisation angehört werde. Großes Gewicht lege ich aber nicht darauf, denn das engere A. C. hat es in der Hiand, die Landesorganisationen anzuhören, bevor es die Genehmigung erteilt. Ich glaube aber, daß Sie sich ruhig darauf vereinigen können: „Nach Anhörung . . ." Del. Kaplansky: Ich will berichtigen, daß der Passus bezüglich der Anhörung bereits abgelehnt wurde. Es steht bloß zur Diskussion die Frage bezüglich der Berufung. (Widerspruch.) Vizepräs. Dr. Tschlenow: Ich schreite zur Abstimmung über den zweiten Satz: „Die Föderation kann sich nur mit Genehmigung des engeren A. C. bilden." Wer dafür ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Gegenprobe! (Dieselbe erfolgt.) Angenommen.