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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 376

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 376 (sequence 374)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2951-3479091
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— 376 — es fätlich erscheinen lassen, daß wir den Poale-Zionisteri die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und zu erstarken. Die Poale-Zionisten stehen in einem ständigen Kampfe mit den anderen proletarischen Parteien in Rußland und in Galizien. Sie haben keinen Begriff, meine Herren, wie schwer dieser Kampf ist, und meistenteils richten sich die Kampfmethoden nicht gegen das Prinzip. Ich kenne die Verhältnisse in Galizien ganz genau. Die Separatisten und die jüdisch-polnischen Sozialisten kennen ihre eigenen Prinzipien nicht, geschweige denn die der Poale-Zionisten, vor allem in der Kolonisationsfrage. Sie kommen zu dem Proletariat und sagen: die Poale-Zionisten können keine Vertreter des Proletariats sein. Der beste Beweis dafür ist, daß sie mit den bürgerlichen Zionisten zusammen in einer Organisation stehen. Diese Argumentation leuchtet dem Proletariat ein und erschwert den Poale-Zionisten die Arbeit. Wenn Sie. diese taktischen Gründe erwägen, werden Sie einsehen, daß Sie den Poale-Zionisten den Kampf mit den anderen Proletarierparteien erleichtern würden, und daher werden sämtliche Kongreßmitglieder, denen daran gelegen ist, die Poale-Zionisten zu erhalten und ihre Erstarkung herbeizuführen, für den Antrag Kaplansky stimmen. (Bei-, fall. — Lebhafte Rufe: Abstimmen!) Präs. Wolffsolm: Es ist der Antrag auf Schluß der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner gestellt worden. Es sind noch drei Redner vorgemerkt. (Lebhafte Rufe: Abstimmen! — Widerspruch.) Wer für den Schluß der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach Vornahme derselben): Schluß der Debatte ist angenommen. Der Herr Referent hat das Schlußwort. Ref. Gronemaiiii: Ich habe dem Antrage der Kommission nichts hinzuzufügen. Er lautet (liest): „§ 25. Zur Gründung einer neuen Föderation ist es notwendig, daß sich mindestens 3000 Schekelzahler eines Landes zusammenschließen. Sie kann sich nur mit Genehmigung des engeren A. C. und nach Anhörung der Landesorganisation des betreffenden Landes bilden. Der Landesorganisation steht die Berufung an das große A. C. offen." Vizepräs. Dr. Tschlenow: Jetzt liegt noch der Antrag der Poale- Zionisten vor, welcher lautet (liest): - ■ „Zur Gründung einer neuen, sich über mehrere Länder erstreckenden Föderation ist es notwendig, daß sich mindestens 3000 organisierte Zionisten zusammenschließen. Sie kann sich nur mit Zustimmung des engeren A. C. bilden. Den Landesorganisationen der betreffenden Länder steht die Berufung an das große A. C. bezw. an den Kongreß offen." In welcher Richtung geht eigentlich diese Berufung? (Rufe: Gegen die Genehmigung!) Das ist ein neues Prinzip, daß wir Föderationen nicht nur in einem Lande, sondern interterritorial in dieses Statut aufnehmen. Del. Feiwel: Ich beantrage ein Amendement, dahingehend, daß sich die Föderation eventuell über mehrere Länder erstrecken darf. Herr Kaplansky stimmt dem bei. 9 Vizepräs. Dr. Tschlenow: Ohne dieses Amendement wäre es der Beschluß, den die Kommission vorschlägt? (Rufe: Nein!) Ach so! Es wird beantragt, daß sich eine Föderation von 3000 Schekelzahlern aus verschiedenen Territorien bilden kann. Das ist etwas, worüber wir werden prinzipiell abstimmen müssen. Ich bitte also zuerst noch einmal den Antrag der Kommission vorulesen. Ref. Gronemann wiederholt den § 25 nach dem Antrage der Kommission. Vizepräs. Dr. Tschlenow: Diejenigen, die für den Antrag der Kommission sind, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) A b g e 1 e h n t. (Beifall.) Wir kommen nun zu dem Antrage der Poale-Zion, welcher von Herrn Feiwel präzisiert wurde.

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