Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 369)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 371 — Präs. Wolffsohn: Sie kennen jetzt den Antrag der Kommission. Wer für den Antrag der Kommission ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach Vornahme derselben): Der Antrag ist angenommen! Jet|zt kommt der Zusatzantrag des Herrn Dr. Bodenheimer. Wer für diesen Zusatjzantrag ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Del. Dr. Tschlenow: Herr Dr. Bodenheimer wünscht, daß die Präsidenten der Landesorganisationen eo ipso, dem A. C. angehören. Ich schlage vor, daß die Vorsitzenden der Landesorganisationen Sitz und Stimme bei den Versammlungen des großen A. C, haben. Del, Dr. Bodenheimer: Wenn sie nur Sitz hätten, so wäre ein Unterschied; wenn sie aber Sitz und Stimme haben, so bitte ich, mir zu erklären, welcher Unterschied gegenüber anderen Mitgliedern besteht. Del. Dr. Tschlenow: Aus den Mitgliedern des großen A. C. werden z. B. die Aufsichtsräte gewählt, das sind andere Rechte. Präs.: Man könnte vielleicht folgende Formulierung wählen: Die Präsidenten der Föderationen haben, wenn sie nicht dem A. C. angehören, Sitz und Stimme im A. C. Del. Dr. Bodenheimer: Es ist dasselbe. Präs.: Ich bitte den Antrag zu wiederholen. Ref. Gronemann: Der Antrag lautet: „Die Präsidenten der Landesorganisationen oder Föderationen haben im großen A. C. Sitz und Stimme." Die Kommission ist dagegen. Del. Dr. Tschlenow gibt die russische Uebersetzung. Präs.: Wer für diesen Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Angenommen. Ref. Gronemann: § 24 bleibt unverändert, ebenso § 24 a. § 24 b lautet (liest): „Das engere A. C. unterhält ein Zentralbüreau,' das aus besoldeten und unbesoldeten Beamten bestehen kann." Del. Kaplansky: Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß in der Kommission anstatt des Wortes „Beamte" das Wort „Sekretäre" aufgenommen wurde. Ich habe in der Kommission das Wort „Ressortleiter" beantragt, dies wurde jedoch abgelehnt, aber ebenso das Wort „Beamte". Präs.: Das gehört nicht zu den Beamten; zu den Beamten gehören auch die Diener. Es ist darunter verstanden das Personal; und die können nicht alle Sekretäre sein. Del. Kaplansky: In der Kommission wurde die Fassung „Sekretäre" angenommen. Präs.: Wenn die Kommission etwas getan hat, was vielleicht ein Versehen war . . . Del. Kaplansky: Die Diener interessieren nicht den Kongreß, diesen gehen bloß die Sekretäre an, diejenigen, die eine bestimmte Funktion in der Bewegung haben. Del. Glücksohn: Es heißt: Das engere A. C. unterhält ein Sekretariat, das unbesoldete und besoldete Beamte hat. Ref. Gronemann: Ich habe das Referat im letzten Momente übernommen; es ist möglich, daß es heißen soll: „Sekretäre" und nicht „Beamte". Präs.: Zum Bureau gehören verschiedene Beamte, dazu gehören Sekretäre, Buchhalter, Kassenboten, Diener. Diesen können wir unmöglich allen den Titel „Sekretär" geben. Wenn wir sagen: „Beamte und Sekretäre", dann hätte es noch einen Sinn. Ref. Gronemann: Also sagen wir: „Das engere A. C. unterhält ein Bureau, das aus besoldeten und unbesoldeten Sekretären bezw. sonstigen Beamten bestehen kann." Präs.: Ist ein Widerspruch? (Niemand meldet sich.) Angenommen. Ref. Gronemann (liest):