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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 362

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 362 (sequence 360)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2937-3479077
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bei erreichtem 24. Lebensjahre". Meine Herren! Es hat sich gezeigt, daß das zu Unzuträglichkeiten führt, wenn bloß Schekelzahler das Wahlrecht besitzen. Wir müssen mit dem Prinzip brechen^ daß nur Schekelzahler allein das Wahlrecht besitzen können. Denn, meine Herren, wir wissen ganz genau, daß die Schekelzahler Zufallspersonen sind. Wir, die wir Schekel sammeln, wissen, daß nicht alle Schekelzahler wirklich Zionisten sind. (Beifall und Händeklatschen.) Wenn wir auf dem Standpunkt stehen, daß bloß Schekelzahler das Wahlrecht besitzen sollen, so könnten wir es eines Tages hier erleben, daß Mitglieder zum Kongreß kommen, die nicht Zionisten sind, sondern Zufallspersonen, die vielleicht ein Interesse daran haben, die zionistische Bewegung zu schwächen. Ich stelle daher den Antrag, daß in diesem Paragraphen eingeschoben werden soll: ,Jeder Schekelzahler, der gleichzeitig Mitglied einer Landesorganisation ist. hat das aktive und djas passive Wahlrecht". Wenn wir diesen Antrag annehmen, werden wir für den Kongreß eine sichere' Basis schaffen. Denn es werden nicht Personen, die zufällig Schekel bezahlt haben, das Wahlrecht ausüben können, das höchste Recht, das wir besitzen. Del. Schnelling: Verehrter Kongreß! Dieser Vorschlag des Herrn Goldreich klingt ja recht schön und billig, aber ich glaube, daß kein einziger Nichtzionist Schekel zahlt, höchstens spendet er etwas für den Nationalfonds. Jeder Nichtzionist weiß heute, daß, wenn er den Schekel zahlt, dies sein Bekenntnis zum Zionismus bedeutet. Es hat also absolut keinen Zweck, hier Bestimmungen zu treffen, welche die Landesorganisationen angehen. Diese Landesorganisationsbeiträge interessieren nur die Landesorganisationen, aber nicht den Kongreß. Deshalb bitte ich, diesen Abänderungsantrag abzulehnen. Del. Dr. Margulies: Hoher Kongreß! Der hier gestellte Antrag steht nach den Beratungen des Organisationsausschusses und nach dem, was hierbei ausgesprochen wurde, ich möchte sagen nach dem Motivenbericht des Organisationsausschusses, im Widerspruch mit den §§ 1 und la. In diesen Paragraphen ist bereits ausgesprochen worden, wer der zionistischen Organisation angehört. Und wenn Sie nun denjenigen, die einer zionistischen Organisation angehören, eine Beschränkung auferlegen, so machen Sie den § ia, welcher sagt, daß der Zusammenschluß zu Landesorganisationer. nicht eine Pflicht ist, sondern ein dringender Rat, illusorisch. Nachdem Sie nun diesen Paragraphen angenommen haben, halte ich es nicht für zulässig, auf einem Umwege hinterher diesen Paragraphen wieder umzuwerfen. Ich ersuche Sie daher, den Antrag der Kommission anzunehmen und den Abänderungsantrag abzulehnen. Del. Dr. Tschlenow: Meine geehrten Herren! Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß hier als Termin der Wahlen zwei Monate vor dem Kongreß festgesetzt worden sind. Es ist ja bekannt, daß ein großer Teil der Schekel erst kurz vor dem Kongreß gesammelt wird. Die Frage über den Termin der Wahlen ist auch keine neue. Mit Rücksicht auf die Kontrolle ist es natürlich bequemer, die Wahlprotokolle möglichst bald zu bekommen, wir haben aber nicht nur mit der Bequemlichkeit des Legitimationsausschusses zu rechnen, sondern vielmehr mit den Bequemlichkeiten und Bedürfnissen unserer Organisation und wir müssen daher den Termin der Wahlen so nahe als möglich an den Kongreß festlegen. Ich finde, daß unsere frühere Praxis, vier Wochen vor dem Kongreß die Wahlen vorzunehmen, die richtigere war und glaube, daß wir diesen Termin auch weiterhin beibehalten sollen. Auch in diesem Jahre war es der Wunsch des engeren A. C, die Wahlen drei Monate vor dem Kongreß vorzunehmen. Ich glaube aber, meine Herren, wir hätten die Hälfte der Delegierten hier im Saale, wenn diesem Wunsche wirklich Rechnung getragen worden wäre. Darum schlage ich Ihnen vor, daß es bei der alten Bestimmung bleiben solle, daß die Wahlen mindestens vier Wochen vor

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