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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 357

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 357 (sequence 355)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2932-3479072
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— 357 — Ich möchte also aus dieser rein praktischen Erwägung empfehlen, diesen Paragraphen anzunehmen, der vielleicht ein Notbehelf, aber absolut notwendig ist, um dem A. C. die nötige Kontinuität in der Durchführung seiner Aufgaben zu geben. Del. Dr. Margulies: Geehrter Kongreß! Dieser Antrag hat dem Organisationsausschuß vorgelegen. Die Absicht, von welcher sich der Antragsteller hat leiten lassen, ist von sämtlichen Mitgliedern des Ausschusses gewürdigt worden und wird auch von sämtlichen Kongreßmitgliedern gewürdigt. Ich bin aber der Ansicht, daß dieses Mittel nicht geeignet ist, um den Zweck zu erreichen. In erster Linie müssen wir damit rechnen, daß es in den westlichen Ländern Vereine gibt, die lange nicht 100 Schekelzahler aufbringen. Wir haben Vereine mit 20, 30 Schekelzahlern. Sie können nicht mehr aufbringen, weil im ganzen Ort nicht mehr als 100 Seelen vorhanden sind. Diesen würde also die Möglichkeit benommen, sich an den Geschäften zu beteiligen. Ein anderer Grund, der gegen den Antrag spricht, ist der, daß der Kongreß in die Autonomie der Landesorganisationen eingreifen würde. Ich glaube nicht, daß der Kongreß hierzu kompetent ist. Es wird ohnedies Sache der Landesorganisationen sein und diese haben es in der Hand, daß die Schekelzahlung die Basis (der Wahlen in die Landesörganisationen sein soll. Ich bin überzeugt, daß, je kräftiger die Organisation in den einzelnen Ländern ist, dies desto besser durchgeführt werden wird. Wir haben auch mit der Schwierigkeit zu rechnen, daß in verschiedenen Ländern außer der Schekelzahlung die Zahlung der Parteisteuerh die Basis der Wahlen ist. Mit dem Antrag Bodenheimer begeben wir uns in einen Komplex von Schwierigkeiten, die zu lösen der Kongreß nicht berufen und nicht kompetent ist. Ich bitte, den Antrag des Ausschusses anzunehmen und. es den Landesorganisationen zu überlassen, diese Frage in eigener Kompetenz zu regeln. {Beifall.) > Präs.: Sie haben den Antrag Bodenheimer gehört. Herr Dr. Bodenheimer, soll dies ein selbständiger Antrag sein? Del. Dr. Bodenheimer: Er ist gestellt im Anschluß an § 5. Präs.: Wer für § 5 nach Vorschlag des Organisationsausschusses ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Gegenprobe! (Dieselbe erfolgt.) Angenommen. Del. Dr. Bodenheimer: Ich möchte gegenüber den Ausführungen des Herrn Kollegen Margulies nur darauf hinweisen, daß die Einrichtung des Schekels eine allgemeine zionistische Einrichtung ist, die mit der Landesorganisation nichts zu tun hat. Was wir aber verlangen müssen, ist, daß in den Landesorganisationen auch die Schekelinstitution genügend berücksichtigt werde bei den Anordnungen, die sie für die Wahlen in den Landesdelegiertentag treffen. Das ist keine unzulässige Einmischung des Kongresses in die Agenden der Landesorganisationen, da ja der Kongreß auch das Institut des Landesdelegiertentages als eine allgemeine Einrichtung geschaffen hat. Ref. Gronemann: Ich bitte, den Antrag Bodenheimer abzulehnen. Selbstverständlich können an diesen Landesdelegiertentagen nur Schekelzahler teilnehmen. Der Landesdelegiertentag ist ein organischer BestandteÜ unserer Organisation. Es haben uns aber Vertreter verschiedener Landsmannschaften im Ausschuß gesagt, daß solche Spezialbestimmungen für sie unannehmbar und undurchführbar sind. Das, wias für uns in Deutschland gut und durchführbar wäre, ist es für die anderen nicht. Wir brauchen aber einen Rock, der für alle paßt. Selbstverständlich kann er nicht allen gut passen, er wird leider Falten werfen. Präs.: Sie kennen den Antrag Bodenheimer. Wer dafür ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Gegenprobe I (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist abgelehnt.

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