Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 352 (sequence 350)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 352 — gresse auf der Höhe, die wir alle wünschen, erhalten wollen, eine strikte Befolgung der gegebenen Vorschriften bei den Wahlen die notwendige Voraussetzung bildet. Und wir haben fixiert, daß der Legitimationsausschuß die Annulierung der Wahl stets dann, wenn diese Vorschriften, die genau bezeichnet sind, verletzt sind, vorschlagen muß und ferner dann, wenn nicht für die betreffenden Wahlgruppen die erforderliche Anzahl Schekelgelder bei dem A. C. voll eingezahlt ist. Wahrhaft salomonisch hat der Organisationsausschuß sich in derjenigen Frage gezeigt, welche uns in den letzten Tagen außerhalb des Plenums beschäftigt hat und heute noch beschäftigen dürfte. Bei' der Frage, ob in das engere A. C. drei oder fünf oder sieben Mitglieder gewählt werden sollen, ist der Ausschuß zu dem Resultat gekommen, Ihnen vorzuschlagen, drei bis sieben Mitglieder zu wählen. (Heiterkeit.) Wir sind der Meinung gewesen, daß, wie immer die Entscheidung auf diesem Kongresse fallen möge, es sehr wohl sein kann, daß auf einem späteren Kongresse eine andere Entscheidung von Jhnen beliebt wird. Und wir glaubten, das Statut so fassen zu müssen, daß es nicht bloß für den einzigen Fall, sondern für die Dauer seine Geltung behalten kann. Bezüglich der Föderation, die wir seit dem fünften Kongreß kennen, sind wir zum Resultate gelangt, Ihnen vorzuschlagen, daß die Zahl der erforderlichen Schekelzahler von 5000 auf 3000 herabzusetzen sei. Jedoch haben wir die Forderung, daß eine Mindestzahl von Vereinen zur Anerkennung von Federationen sich bilden muß, fallen gelassen. Dagegen haben wir das Prinzip, daß die 3000 Schekelzahler sich in einem und demselben Lande zusammenfinden müssen, beibehalten und nicht, wie gewünscht wurde, daß Föderationen, die sich über mehrere Länder erstrecken anerkannt werden. Wir haben ferner — das ist nur äußerlich — uns dahin geeinigt, die Resolutionen, die sich im Laufe des Jahres gesammelt hatten und dem Statut eingefügt sind, als ein 'dem Wesen der Sache nach nicht in das Statut des Organismus gehörenden Bestandteil auszuscheiden. Ich habe damit die wesentlichen Aenderungen, die wir für gut erachtet haben, vorgetragen und habe mich der Begründung^ dieser Aenderungen im einzelnen enthalten im Hinblick auf die vorgerückte Zeit und in der Meinung, daß es sich bei allen diesen Punkten um Dinge handelt, die nach der historischen Entwicklung selbstverständlich sind. Das hindert nicht, daß eine große Anzahl von Anträgen bei uns eingelaufen ist, und unser Ausschuß hat eine sehr lange Arbeit, hauptsächlich unter Vorsitz; von Dr. Nordau, geleistet. Wir haben ca. 50 Anträge eingehend durchberaten und wenn wir schließlich zu dem Re-