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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 350

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 350 (sequence 348)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2925-3479065
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— 350 — Präs. Wolffsolm: Ich füge hinzu, daß Levontin einer unserer Besten ist und daß die zionistische Bewegung auf ihn stolz sein kann. Del. Dr. Wolf: Geehrter Kongreß! Im Namen der amerikanischen Delegation habe ich die Ehre, den Antrag zu stellen, daß der 8. zionistische Kongreß den Namen unseres Freundes Moser aus England ins Goldene Buch aus den Mitteln der gesamten Organisation eintrage. (Lebhafter Beifall., Präs. Wolffsöhn: Ich glaube, darüber bedarf es keiner Abstimmung, Sie werden das alle freundlichst besorgen. (Beifall.) Wir kommen nun zum Organisationsstatut, und ich ersuche an Stelle des Referenten Hantke, der durch Unwohlsein verhindert ist, Herrn Rechtsanwalt Gronemann, zu referieren. Referat über die Organisation. Ref. Gronemann: Verehrter Kongreß! Nach dem hohen Fluge, den zu unser aller Freude die Debatte in den letzten Tagen genommen hat, muß ich Sie jetzt zu nüchternen und wenig anregenden Dingen zurückbringen. Es handelt sich jetzt nicht um einen Luftballon, sondern um die Lenkbarkeit unserer Bewegung. Aber es ist wichtig' genug, sich auf einige Stunden, hoffentlich nicht allzulang, in diese Materie zu vertiefen. Es handelt sich um das Spalier, an dem wir unsera Wein ziehen. Sie haben das alte Statut in Händen und im Kopf und Sie haben auch den Entwurf Hantkes vor sich. Ich werde, um eine Unterlage für die Generaldebatte zu geben, mich ganz kurz darauf beschränken, die wesentlichen Abweichungen zu skizzieren, die die Kommission gegenüber dem alten Statut vorschlägt. Ich muß Ihre Nachsicht erbitten, da Herr Hantke kurz, vor der Sitzung1 mir die Sache in die Hand, gedrückt hat und überdies der Schriftführer eine unglaublich schlechte Handschrift hat. Sie wissen ja, daß unser Statut nicht bloß Bestimmungen enthält über die Art und Weise unserer Arbeit, sondern auch über unsere Verfassung, über unser Programm. Wir sind der Meinung gewesen, daß wir dieses unser Programm, den Leitsatz des Baseler Programms, nicht wie bisher in den § 1 einschachteln, sondern als den ersten Paragraphen dem ganzen Statut voransetzen sollen. Wir haben das hauptsächlich auch aus einem nicht bloß äußerlichen Grunde getan. In dem letzten Paragraphen unseres Statutenentwurfes suchten wir Vorsorge dagegen zu treffen, daß dieses unser Programm nicht auf irgend einem Kongreß, leichtfertig geändert werden kann. Die näheren Vorschläge werden Sie später hören. Im großen und ganzen gehen sie darauf hinaus, daß wir mit einer Majorität von drei bis vier der zum Kongreß erschienenen Mitglieder auf zwei aufeinanderfolgenden ordentlichen Kongressen diese Aenderung beschlossen werden muß. Der Ausschuß stellt ferner die Forderung auf, daß künftig das Arbeitsprogramm und ein bestimmtes Budget für die

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