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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 349

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 349 (sequence 347)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2924-3479064
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— 349 — Dotierung nicht von den Landesorganisationen, sondern vom A. C. ausbezahlt werde. Gewähren Sie der Propagandakommission nicht außerordentliche Kredite, sondern nur diese bescheidene Dotierung, dann werden wir nicht nur die Zionisierung der orientalischen Judenheit beginnen können, wir werden auch in der Lage sein, in die gesamte zionistische Propaganda allmählich mehr System, Großzügigkeit und Schwung zu bringen, ein ständiges, aber stetig sich erneuerndes Korps von Wanderagitatoren zu schaffen, die in enger Fühlung mit Palästina, in genauer Kenntnis der laufenden Bedürfnisse unseres nationalen Restaurationswerkes, die Welt bereisen, die Judenheit aller Länder aufrütteln und für unsere Werke gewinnen werden. Kein Geld ist besser angelegt, denn die Propaganda bedeutet nicht die Vergrößerung unserer Ausgaben, sondern die unserer Einnahmen. Ich hätte noch Anträge zu verlesen und möchte den Herrn Präsidenten bitten, bekannt zu geben, ob darüber abgestimmt werden kann. Präs. Wolffsohn: Ich habe jetzt nicht die Absicht, eine Debatte zu eröffnen. Ich bitte, die Anträge dem Präsidium zu übergeben, damit es weiß, was Sie wünschen. Ich habe dem Kongreß einige Mitteilungen zu machen: Durch einige Mitglieder des Ehrenkomitees und des Auskunftsbureaus sind zehn Oelbäume gestiftet worden. Ein Delegierter des Kongresses, unser Freund Moser, hat für den „Bezalel" 10 ooo Frcs. gespendet (stürmischer Beifall), und zwar für die nächsten fünf Jahre 2000 Frcs. pro Jahr. Ferner hat derselbe Delegierte Moser für das hebräische Gymnasium in Jaffa 80 000 Frcs. gespendet. (Stürmischer langanhaltender Beifall und Händeklatschen im Saal und auf den Galerien.) Herr Moser knüpft daran eine Bedingung und einen Wunsch. Die Bedingung lautet, daß dieses Gymnasium zum Andenken unseres Herzl den Namen „Theodor Herzl-Gymnasium" tragen soll. (Die Versammlung erhebt sich unter Rufen stürmischer Begeisterung.) Der Wunsch aber, den Moser geäußert hat, ist der, daß er unter uns recht viele Nachahmer finden möge. (Beifall.) Ich habe ihm in Ihrem Namen gedankt und er bat, davon abzusehen, daß diese Mitteilung in seiner Anwesenheit erfolge. Ich danke ihm nochmals, es wird dies im Protokoll für alle Zeiten verzeichnet sein, ich danke ihm auch für die Bedingung, daß das Gymnasium den Namen Herzls führe, und es wird auch den Namen des edlen Spenders für alle Zeiten tragen. (Beifall.) Ich habe auch noch einige geschäftliche Bemerkungen zu machen. Gestern hat in meiner Abwesenheit der Herr Delegierte Aronowitsch über unsern Bankdirektor in Jaffa eine Bemerkung gemacht, welche, wie mir mitgeteilt wurde, für Herrn Direktor Levontin abträglich erscheint. Herr Aronowitsch ist nun bereit, diesfalls eine Erklärung abzugeben. Del. Aronowitsch (Jargon): Ich wandte mich gestern dagegen, daß keine praktische Arbeit in Palästina geleistet wird und insbesondere dagegen, daß jüdische Arbeiter bei jeder Gelegenheit umgangen werden, was ich auch Herrn Levontin zum Vorwurf machte. Ich erkläre aber, daß ich und auch sonst kein Mensch in ganz Palästina an der Ehrlichkeit des Direktors Levontin zweifeln.

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