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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 345

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 345 (sequence 343)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2920-3479060
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— 345 — öffnete die Sammelschrift „Die Zukunft der Jude n", in der neben wirksamen Aufsätzen bekannter zionistischer Schriftsteller zahlreiche Illustrationen gebracht wurden. Der Erfolg dieser Publikation war ein so guter, daß in wenigen Monaten unter Beteiligung des Zentralbureaus der Z. V. f. D. eine zweite größere Auflage gedruckt werden konnte. Der Weg der Massenpropaganda wurde, ebenfalls in engster Zusammenarbeit mit Z. V. f. D., durch die Veröffentlichung der Broschüre „D ie jüdische Volksbewegung" betreten, der unter allen bisher erschienenen zionistischen Propagandabroschüren die größte Verbreitung zuteil wurde, da seitens der Föderationen und Ortsgruppen bis jetzt zirka 80 000 Exemplare verlangt wurden. Abweichend von der bisherigen Methode der Agitation wurde in dieser Broschüre der Versuch gemacht, nicht durch Polemik, sondern durch freundschaftliches Ueberzeugen unter Betonung der jüdischen Einheit die neutralen Kreise der Judenheit für den Zionismus zu gewinnen. Diesem Umstände scheint die Schrift ihren Erfolg zu verdanken. Eine zweite Broschüre ähnlicher Art, „D ie jüdische Realpolitik", ist zunächst in kleinerer Auflage erschienen und wird erst im Herbst, gleich der vorigen, Massenverbreitung erhalten. Mit der Frage des Territorialismus beschäftigen sich vom zionistischen Standpunkte aus zwei Broschüren: „Palästina oder ein anderes Land", der Abdruck einer Rede von Dr. Tschlenow, und „Die jüdische Landpolitik" vom Berichterstatter. Schließlich war die Broschüre „M oderne jüdische Dichtung" der indirekten Kulturpropaganda gewidmet, von der im Folgenden noch ausführlicher die Rede sein soll. Propagandaredner. Ein zweites Mittel zur Belebung der Propaganda, welches die Kommission in ihrer Plenarsitzung ins Auge gefaßt hatte, war der Austausch von Propagandarednern zwischen den einzelnen Zentren unserer Bewegung. Die in dieser Hinsicht unternommenen Bemühungen scheiterten zum Teile an den in einzelnen Ländern herrschenden Verhältnissen, an den revolutionären Unruhen in Rußland, an der Wahlbewegung in Oesterreich, an der inneren Zerrissenheit der zionistischen Organisation in England. Doch kamen innerhalb dieser Gebiete zwei größere Tourneen von Agitationsrednern zustande, die von großem Erfolge begleitet waren: die Dr. Sch. L e v i n s in Nordamerika, die ausschließlich das Verdienst des New Yorker Propagandakollegiums bildet, und die Tournee N. Sokolows in Deutschland. Versammlungen. Zur Veranstaltung von Propaganda- Versammlungen boten die russischen Pogrome eine traurige Veranlassung. Besonders bedeutsam und denkwürdig waren die großen Protestversammlungen in Berlin. Es ist uns bei dieser Gelegenheit gelungen, die einflußreichsten nichtzionistischen Kreise der Judenheit zu einer gemeinsamen Aktion heranzuziehen und der Protestbewegung einen nationaljüdischen Charakter zu verleihen. Literarisch - künstlerische Veranstaltungen. In

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