Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 320 (sequence 318)
- Language
- German, English, Hebrew
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zu nehmen. (Heiterkeit und Beifall.) Aber in der bisherigen Weise ist es jedenfalls nicht möglich. Was den dritten Punkt betrifft: der Kongreß beauftragt das Palästinaressort, die Frage der Siedlungsgenossenschaft in Palästina zu studieren und der nächsten Jahreskonferenz darüber Bericht zu erstatten, so liegt ein etwas modifizierter Antrag seitens der Poale Zion vor. Ich bitte aber doch, bei dem Antrag der Kommission zu bleiben, indem ich, falls ich später auf die Palästinaarbeit Einfluß haben sollte, verspreche, daß dem, was die Poale Zion wünschen, zweifellos Rechnung getragen werden wird. Der Antrag der Kommission ist weitergehend und beschränkt die Palästinaarbeit nicht. Was den vierten Punkt betrifft, so ist er ja eigentlich für uns der wichtigste. Leider ist aber auf ihn wenig eingegangen worden. Es liegt ein Eventualantrag Dr. Tschlenows vor, den Sie aujch vor sich haben. Ich bitte Sie aber, den allgemeinen, den ersten Antrag anzunehmen. Der Eventualantrag bezieht sich nur auf einen möglichen Fall, und ich glaube kaum — wissen kann ich es ja nicht — daß dieser Fall auch5 in die Praxis so eingeführt werden kann, daß er unseren berechtigten Wünschen entspräche. Was wir wollen, ist, ein Organ, ein Gefäß zu schaffen, in dem wirN Privatkapitalien sammeln^ Aktien herauszugeben, die bloß für agrarische Zwecke bestimmt sind, welche Private abnehmen sollen. Ich bin nämlich der Ueberzeugung, daß sehr viele unserer Gesinnungsgenossen, namentlich in Rußland, aber auch in Amerika und in anderen Ländern, gerne Shares einer Gesellschaft nehmen würden, die einzig den Zweck hätte, Land zu kaufen, zu bebauen, zu parzellieren und so weiter, die aber zumindest im Zweifel wären, ob sie Shares nehmen sollen, wenn mit dem Gelde — auch Handelsgeschäfte gemacht werden können. Es gibt eine Masse von Leuten, welche diese Sache nur deshalb unterstützen würden, um der friedlichen Eroberung Palästinas, die, wie sie annehmen, nur durch Erwerbung geschehen kann, zu nützen, die aber einer Förderung des Handels, namentlich wenn sie nicht wissen, ob sie auch allein den Handel der Juden unterstützen, nicht gerade sympathisch gegenüberstehen können. Ob aber beim Antrage Tschlenow diese finanzielle Trennung möglich ist, das erscheint sehr zweifelhaft. Im ersten Antrage ist auch der Wunsch ausgesprochen, daß womöglich in Verbindung mit der A. P. C. vorgegangen werden soll. Wir werden alles Mögliche dazu tun, aber falls es dennoch nicht gehen sollte, so sind uns dann doch nicht die Hände 'gebunden. Ueber die letzte Anregung, die den Wünschen der russischen Landsmannschaft entspricht, will ich mich nicht äußern.