Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 317)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 319 — selbstverständlich dem Wunsche, daß die Nationalbibliothek aus den Wolken, in denen sie jetzt schwebt, zur Erde niedersinke durch die Belastung mit einigen tausend 'Mark, sehr wollend gegenüber. Aber ob es möglich sein wird, diese Sache auch wirklich durchzuführen, kann ich vorderhand nicht wissen. Ich selbst würde ja sonst auch wieder einen Antrag einbringen, als Vorsitzender des „Bezalel" beschränke ich mich aber auch darauf, später dem Palästinaressort, speziell dem A. C, einen derartigen Antrag zu unterbreiten. Ich komme noch zu einigen Bemerkungen, die auf die Anträge der Palästinakommission des Kongresses Bezug haben. Was den ersten Antrag betrifft, so ist eigentlich von keiner Seite etwas gesagt worden, nur bezüglich der Palästinakommission in Palästina, worüber ich mich schon geäußert habe. Der zweite Antrag betrifft die feste relative Normierung des Budgets der Palästinakommission, indem man von vornherein 25o/o aller Einnahmen des A. C. dem Palästinaressort beim J. C. T. zuweist. Was das Wort „Einnahmen" betrifft, so hat sich diesbezüglich eine Meinungsdifferenz herausgestellt. Einige haben gemeint, es beziehe sich nur auf den Schekel. So hat es die Kommission nicht gemeint, sie meinte alle Einnahmen. Nun wurde gesagt, daß, wenn Herrn Wolffsohns Anregung} daß jeder zri einem Fonds mehrere Jahre beisteuere, von dem das A. C. erhalten werden soll, angenommen wird oder Beifall findet, dieser Antrag diese Idee zerstören würde. Das ist aber durchaus nicht der Fall. Denn ein Fonds ist keine Einnahme, sondern ein Fonds ist ein für einen hestimmten Zweck festgelegter Betrag. Dann sagten einige, daß sich dies doch nur auf die Einnahmen beziehen kann, soweit sie nicht für einen bestimmten Zweck von vornherein bestimmt sind. Das ist selbstverständlich und ich bezweifle es gar nicht. Auch die Palästinakommission ist bereit, eine darauf bezügliche Einschiebung zu machen, daß 25o/o aller Einnahmen des A. C, „sofern sie nicht für einen bestimmten anderen Zweck gegeben sind1', usw. Ich meine nur, für das Palästinaressort, resp. die Palästinakommission, ist es absolut notwendig, daß der Antrag angenommen werde. Ohne einen solchen wird die Sache ebenso wieder in der Luft schweben und ebensowenig Erfolg haben wie bisher. Und ich glaube kaum, daß sich irgend jemand finden wird, der die schwere Last des Palastinaressorts ubernehmen wird, ohne auf diese Weise garantierte Einnahmen zu. haben. Das Palästinaressort hat das Recht, an den Einnahmen des gesamten A. C. teilzunehmen. Hungert das A. C, so soll die Palästinakommission, resp. das Palästinaressort, mithungern. Beginnen die sieben fetten Jahre für das A. C, ist auch die Palästinaarbeit berechtigt, daran Anteil