Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 316)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 318 — selbständigen Kolonien. Der Unterschied ist der, daß die Kronkolonien vom Mutterlande administriert werden, aber aus sich selbst beratende Körperschaften ernennen, die den Gouverneuren zur Seite stehen. Harmonieren sie nicht, so hat in manchen Fällen der (Gouverneur das Auflösungsrecht und sie werden neu gewählt, aber von den Einwohnern der Kolonie. Die anderen Kolonien beruhen auf Selbstverwaltung und stehen mit dem Mutterlande in lockerer Verbindung. Bevor eine Kolonie den Anspruch auf Selbstverwaltung erhebt, muß sie erst eine Kronkolonie werden, und deshalb1 bin ich der Ansicht, da Palästina noch nicht reif zur Selbstverwaltung und noch abhängig vom Mutterlande ist, d. h. von unserm A. C., müssen wir es auf ähnliche Weise machen. Die Palästinenser Zionisten wählen aus sich eine beratende Körperschaft für das Palästinaamt. Zwar sagen die hiesigen Palästinenser, daß es schwer möglich sein wird, Sie meinen, wir sollen diese beratende Körperschaft wählen. Darauf können wir uns aber nicht einlassen. Wir können nicht noch eine beratende Körperschaft wählen, denn wir wissen nicht, ob die Delegierten, die hier sind, die Gesamtvertretung der Palästinenser Zionisten darstellen. Manche derselben verdanken ihre Wahl russischen Wählern usw*. Wir können nur eine solche Körperschaft als eine offiziell beratende akzeptieren, die in Palästina von den Herren gewählt wird. Ich komme dann noch zu einigen anderen Vorschlägen : Herr Struck hat eben als Vertreter einer Partei oder einer Reihe von Gesinnungsgenossen eine Anfrage gestellt. Ich kann nur im Einverständnis; mit unserem Präsidenten erklären, daß es die Leitung für selbstverständlich hält, daß die zionistische Organisation bei solchen Unternehmungen, bei denen religiöse Interessen berührt werden, den Anforderungen des religiösen traditionellen Judentums Rechnung trägt! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ferner ist noch eine andere Anfrage in Gestalt eines Antrages gestellt worden. Aber ich möchte doch gleich darauf hinweisen — vielleicht wird er dann als Antrag zurückgezogen ^— es handelt sich um die wirkliche Unterstützung der Nationalbibliothek. Nun, meine Damen und Herren, möchte ich vorschlagen, daß der Kongreß keinerlei Subvention als solche bewilligt. Wir haben kein Budget hier, das können wir leider auch nicht haben. Wir können also definitiv auch nicht wissen, was für Mittel dem A. C. zur Verfügung stehen werden. Alle derartigen Anträge und Wünsche werden am besten, wie ich glaube, denjenigen Ressorts vorgelegt, zu denen sie gehören, und die werden dann nach bestem Wissen und Ermessen darüber entscheiden können. Was mich betrifft, so stehe ich