Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 315)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 317 — Wege wir zu dem gewünschten Resultat kommen, daß aber im allgemeinen das der Weg sein muß, den er uns vorzeigt und den auch die Palästinakommission in einer ihrer Resolutionen in gewissem Sinne angenommen hat — ob genau in der Forjn Groß, oder in einer anderen ist gleichgültig — daß das der Weg sein muß, auf den man ein Experiment machen kann, ist klar. Er hat darauf hingewiesen, daß die Juden sehr schwer von einer höheren Kulturstufe auf die momentan niedrigere Kulturstufe des ländlichen Arbeiters sich hinabdrücken lassen. Er hat aber vielleicht nicht berücksichtigt, daß doch Juden in Yemen, Marokko usw. leben, die tatsächlich auf dieser Kulturstufe stehen, daß es auch wahrscheinlich möglich ist, einen Teil der süd^ussischen Juden, die sich als Arbeiter in der Landwirtschaft befinden, zur Ansiedelung in Palästina zu veranlassen. Jedenfalls gibt es noch Möglichkeiten, die außerhalb des genossenschaftlichen Versuches liegen, aber darauf will ich nicht eingehen, sondern möchte nur betonen, daß wir sehr freudig begrüßen, wenn eine Organisation, wie die Poale Zion, mit uns an der Schaffung der Bedingungen für die Erreichung unseres Endzieles arbeitet. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Auch in tieferen Regionen haben die beiden Luftschiffe der Herren Co wen und Greenberg geschwebt, so tief, daß ich sie von den uns befreundeten Luftschiffen kaum unterscheiden konnte. Die beiden Herren haben sich auch direkt mit der Frage der Palästinaarbeit befaßt und Herr Greenberg; hat sogar den Antrag gestellt — ich weiß nicht oh wirklich in Forra eines 'Antrages oder eines Vorschlages — der sich auf die Organisation der Zionisten in Palästina bezieht. Ich glaube, daß das von Herrn Greenberg insofern ein Mißverständnis ist, als auch wir, die Palästinakommission, in einem unserer ersten Anträge gesagt haben: diesem Palästinaressort werde ein in Palästina befindliches, aus einem oder mehreren besoldeten Beamten bestehendes Palästinaamt unterstellt. Es ist also klar darin ausgedrückt, wie wir uns das denken. Wenn alsö Herr '-Greenberg; noch eine Palästinakommission verlangt, so glaube ich, ist das nur ein anderer Ausdruck für unser Palästinaamt. Dagegen sind wir der Ansicht, daß neben diesem, dem A. C, unterstellten und demnach vom Palästinaressort ernannten Palästinaamte noch eine zweite Behörde, eine zweite Institution in Palästina existieren soll. Das ist die Vertretung der palästinensischen Zionisten. Diese haben sich aber aus sich selbst ziu organisieren, und gerade Mr. Greenberg Tmd Mr. Cjpwen, die die englischen Verhältnisse so gut kennen, haben ja ihre vortrefflichen Analoga in den englischen Kolonien. Es gibt zweierlei Kolonien, die Kronkolonien und die