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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 313

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 313 (sequence 311)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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91. s> - olO - der modernen Kultur, an deren Errungenschaften er festhält. Der Zionismus unternimmt nichts, was dem Religionsgesetze des Judentums widerspricht.** ii' Hieran anknüpfend gebe ich der bestimmten Zuversicht Ausdruck, daß der Kongreß für richtig befinden wird, daß bei allen denjenigen Unternehmungen, die religiöse Interessen ttangieren, diesen in entsprechender Weise Rechnung getragen wird. Ich glaubte, gerade jetzt ihre Aufmerksamkeit auf diesen Punkt lenken zu sollen^ da wir endlich am beginn einer Periode prak> tischer Arbeit in Palästina stehen, auf der der Segen Gottes ruhen möge. (Beifall.) . Del. Prof. Warburg: Ich möchte die Mitteilung machen, daß die Verlagsbuchhandlung ,Langenscheidt in (Berlin hier ein Zirkular verbreitet hat, welches jetzt verteilt wird, des Inhaltes, daß sich unter der Presse der „ThesaJurus der hebräischen Sprache" von E. Ben Jehouda. befindet. Ich mache den Kongreß auf dieses bedeutsame Unternehmen (aufmerksam, welches auch vom A. C. unterstützt wird. Ich bitte die Herren, dieses Zirkular, soweit sie können, in Ihren Bekanntenkreisen zu Verbreiten, damit dieselben sich vermerken lassen. 'Präs. Wolffsohn: Herr Prof. War bürg hat nunmehr das Schlußwort als Referent der Palästina-Kommission. Berichterstatter Prof. Warburg: Verehrter Kongreß! Wenn ich auf die gestrige Diskussion über Palästina zurückblicke, so habe ich den Eindrück, als wenn' es sich um einen Zukunftskampf gehandelt hätte, der nicht auf der Erde, sondern in Luftschiffen nahe am Himmel stattgefunden hat. (Heiterkeit.) Dabei schien es mir, als wenn die betreffenden Kämpfer in verschiedenen Regionen der Lüfte sich befinden. Teils in den höchsten Wolkenregionen, teils in der Nähe der Erde, aber für einen, der nur an der Erde klebt und sich mit den Hilfsmitteln, die hier z,u Gebote stehen, behelfen muß, nur sehr schwer sichtbar. Und darum werden Sie verzeihen, wenn ich auch nur einige Punkte aus dieser Diskussion herausgreife, die tatsächlich für uns faßbar gewesen sind. Wohl haben wir diese kühnen Luftschiffe gesehen, aber ihre eigentliche Taktik zU verstehen, war uns schwer möglich. Es waren teilweise herrliche Luftgefährte, die da kreisten. Ich erinnere mich des prachtvollen Luftschiffes, welches Herr Dr. Alexander Marmorek gesteuert hat, das sich aber in so hohen Regionen bewegte, daß für uns bescheidene irdische Palästinaarbeiter wenig übrig blieb. Darunter kreiste ein anderes Luftschiff, das des Herrn Dr. Mahler. Das war schon sichtbarer für uns und namentlich ein Punkt; einmal fiel nämlich etwas aus dem Luftschiff heraus; wir wußten erst nicht, was es war, eine Granate, Dynamit oder sonst was. Aber es fiel herunter, ohne eine gewaltige Explosion zu machen und als wir hinstürzten, entdeckten wir, daß wenn es überhaupt eine Bombe sein sollte, es zweifellos eine ungefährliche war, die entweder nicht geladen war oder ihre Ladung unterwegs verloren hatte. (Sehr richtig.) Es hatte aber den Anschein, als ob es eine Art Ballast gewesen wäre,

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