Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 307)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 309 — 6000 Araber, wenn das so weiter geht, so werden 'wir dasselbe Schicksal erleben, welches die Deutschen in gewissen slawischen Gegenden erlebt haben. Wir wollen Ihnen darum ein Projekt vorlegen, wie es im -Gleiste Herzls beschlossen wurde. Es wurde in einer Sitzung der ersten Jahreskönferenz beschlossen, ein Landgut zlu Zwecken der Siedlungsgenossenschaft anzukaufen. Dieser Beschluß wurde teilweise ausgeführt, das Gut wurde angekauft. Aber das Projekt schlummert schon drei" Jahre im Papierkorb, und wir wollen nicht wieder einen Beschluß; fassen, wie ihn die Palästinakommission vorschlägt, einen Beschluß, der es ermöglicht, daß die Sache wieder fünf Jahre im Papierkörb schlummert. Wir haben gewiß Vertrauen zu Prof. Warburg, aber wir glauben, daß er nicht allein in [dieser Frage maßgebend ist, daß er gewisse Widerstände zu überwinden haben wird, die wir beseitigen wollen. Dieses Projekt, sagt man uns, ist ein sozialistisches Experiment, ein neues Experiment Neu ist es nicht, denn es wurde schon vor drei Jahren beschlossen. Wenn es aber ein sozialistisches Experiment wäre, würde ich nicht ein Wort sprechen, hier werden nur solche Experimente gemacht, die dem ganzen Volke nützen. Deshalb kommen wir mit unseren Vorschlägen, weil wir Ihnen ziu erwägen geben, ob Sie mit Ihrem Experiment imstande sind, dem jüdischen Proletariat etwas zu bieten. Bisher haben Sie nur; soviel geboten, daß 'der Proletarier einige Zeit sich im Lande erhalten kann, aber dann kann er wieder davonlaufen. Wir aber wollenl die Möglichkeit geben, daß das jüdische Proletariat seßhaft gemacht werde. Von denen, die etwas haben, will ich nicht sprecnen, denn die kommen nicht, um den Boden zü bearbeiten, sondern um ihn zlu besitzen. Wir wollen aber die Möglichkeit schaffen, daß er bearbeitet werde. Man hat uns eingewendet: ja wissen Sie denn nicht, daß schon in Deutschland eine Probe gemacht wurde? Ich weiß es, aber ebenso weiß ich, daß es nicht richtig ist, daß das Projekt gescheitert ist. Dies bezeugen Prof. Warburg und Franz Oppenheimer selbst, den Sie wieder in der Palästinakommission haben wollen. Wenn Oppenheimer selbst erklärt, 'das Projekt sei nicht gescheitert, haben Sie wohl nicht das Recht, daran ziu zweifeln. Wir haben eine kleine Modifikation an den Vorschlägen der Palästinakommission vorgenommen. Wir haben festgehalten an dem, was Prof. Warburg ursprünglich vorgeschlagen hat. Wir wollen, daß der alte Beschluß aufrecht bleibe, daß der Nationalfonds das Geld für den Boden herzugeben habe. Einen würdigeren Zweck können Sie überhaupt nicht finden. Wir schlagen vor: „Der VIII. Kongreß hält an dem Beschluß, auf den Ländereien des N. F. eine Siedelungsgenossenschaft zu begründen,