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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 301

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 301 (sequence 299)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2876-3479016
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— 301 — Zeit kommen kann, wo wir das, was wir jetzt tun, vielleicht einstellen müssen. Ich bin vollständig Ihrer Meinung, daß wir nicht alle Garantien für die Palästinaarbeit haben, aber ist denn das ein Argument dafür, daß wir diese Arbeit nicht tun? (Lebhafter Beifall.) Welche Garantien haben denn Sie dafür, daß die Arbeit, die Sie machen werden, immer bestehen wird? Selbst wenn der Charter kommen wird? Es ist also nur ein quantitativer Unterschied und keineswegs ein qualitativer. (Dr. Marmorek: das genügt.) Herr Dr. Marmorek sagt, eis genügt und gerade Sie, der Naturforscher, sagen: ich mache Experimente. (Dr. Marmorek: an Tieren.) Aber Sie müssen eben experimentieren, sonst können Sie nicht zu richtigen Schlüssen kommen und wenn auch die Experimente 10 000 Tiere kosten. (Dr. Marmorek: Aber Tiere!) In diesem Spiele sind wir die Tiere. Wie stellen Sie sich, Herr Dr. Marmorek, die Sache vor? Stellen Sie sich vor, daß gar kein Opfer fallen wird? Daß alle Experimente zu einem positiven Resultat führen werden? Gewiß nicht! Es wird auch bei uns eine Menge von Opfern geben. Dies ist selbstverständlich. Vom grünen Tisch aus werden wir Palästina nicht bekommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen,)' Ja, Geldmittel, sagt Herr Motzkin, das wären die Mac'hüfaktoren! Gewiß! Das organisierte Judentum! Gewiß! Aber nicht das allein. Wie können Sie die Geldmittel bekommen? Sie und ich, Herr Motzkin, wir kennen das Judentum. Wir arbeiten mit der Begeisterung der ersten Jahre. Haben wir die Geldmittel bekommen? (Ja!) Nein! wir haben eine klägliche Bank von 300 000 Pfund bekommen! Es war eine Ironie für die jüdische Politik, wenn man sie. nur auf die Diplomatie reduziert hat. Das ist die Schuld derjenigen Herren, die die einseitige Auffassung vom politischen Zionismus hatten. Wir wollen eine ehrliche Synthese der beiden Richtungen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Und wenn ich die. Gewißheit hätte, daß beide 'Seiten sich bemühen, zu einer ehrlichen Synthese zu gelangen, dann wäre ich auch dafür. Aber ich habe diese Gewißheit nicht. (Sehr richtig! — Dr. Marmorek: Warum?) Diese Gewißheit verlor ich heute» als Sie uns sagten, wir sind politisch unklare oder unreife Köpfe, weil wir nicht Toleranz genug gezeigt haben, und weil Sie, Herr Dr. Marmorek, beklagten, daß Mandelstamm, Jassinowski und Zangwill nicht mehr Mitglieder des A. C. sind. Entschuldigen Sie, Herr Dr. Marmorek, ich verstehe Toleranz. Aber was das ist, dafür habe ich keinen parlamentarischen Namen. Ich bedaure, daß die Herren es nicht für möglich hielten, in (unseren Reihen zu bleiben. Aber ich würde es noch

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