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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 300

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 300 (sequence 298)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2875-3479015
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— 300 — Erfolg in Palästina haben, so wäre dies für die weitere Entwicklung der zionistischen Bewegung — die Herren Motzkin und Marmorek werden dies gewiß zlugeben — von enormem Werte. (Sehr richtig.) Ich erkläre sofort, daß das nur Mittel zum Zwecke ist und nicht Selbstzweck. Unsere Differenz' lag darin, daß die sogenannte politisch-zionistische Bewegung eine einseitige Bewegung war. (Widerspruch.) Mr. Cowen, unterbrechen Sie mich nicht, Sie sind doch ein Engländer. (Lebhafte Heiterkeit. — Mr. Co wen: ich bin ein Jude, so wie Sie.) Bis jetzt war der Zionislmus nichts1 anderes als diplomatischer Zionismus. Man dachte, das jüdische Volk begeistern zu können, indem man ein modernisiertes Schtadlonus hervorgerufen hat. Man dachte das jüdische Volk begeistern zu können, indem man ihm sagte, dieser oder jener Machthaber ist unseren Bestrebungen günstig. Das was Ihr politischer Zionismus und dafür haben Sie eine Begeisterung hervorgerufen. Dies konnte auch bis zu einem gewissen Grade gelingen, weil das jüdische Volk es wirklich gerne sah, daß sich auch ein Machthaber mit ihm beschäftigt. Aber es hat auch eingesehen, daß es noch nicht genügt, wenn Machthaber ihm günstig sind und wenn Regierungen ihm zugeben, daß wir recht haben. Sie geben es zu, werden aber keinen Finger rühren, um Uns Gerechtigkeit zu schaffen, trotz der glänzenden Forderungen Nordaus, sie werden keinen Finger heben, uns zu helfen, weil man mit Gerechtigkeit allein in Europa nicht mehr hilft. (Lebhafte Zustimmung.) Wir müssen zugeben, das ist ein pessimistischer Standpunkt, aber es ist richtig: Alle Regierungen haben auf dem Berliner Kongreß anerkannt, daß den Armeniern Armenien gehört. Sie haben sogar einen Charter bekommen. Der ist aber nichts wert. Er wird erst einen Wert haben, wenn die Armenier den Charter sich wirklich erringen werden. (Beifall.) Wir hätten also zu zeigen, daß wir die Politik führen können. Das war unsere Macht, daß wir einen hohen kulturellen Faktor in der Türkei bilden können, daß wir die Politik do ut des beweisen können. Wir haben bis jetz,t verlangt, aber nicht gezeigt, daß wir von Nutzen sein können. Das jüdische Volk hat noch1 nicht gezeigt, daß es will, es wird auch nicht zeigen, daß es will, solange wir nur mit ihm reden. Es isi nicht wahr, Herr Motzkin, daß es ein ästhetischer Genuß oder angenehm ist, nach Palästina zu gehen. Herr Motzkin wird wissen, daß zu jeder Kolonisation Pionierarbeit notwendig ist und ich betrachte jeden, der jetzt nach Palästina geht, nicht als Touristen, nicht als einen, der sich dort auslebt, sondern als Vorarbeiter und teilweise als Schöpfer von palästinensischen Werten in Palästina. (Beifall.) Ich bin einverstanden mit Motzkin, daß eine

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