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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 290

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 290 (sequence 288)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2865-3479005
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— 290 — sich dort jüdisch entwickeln und welche den nationalen Weg gehen werden, dann werden wir noch immer Millionen Juden haben, denn diejenigen, welche abfallen, haben keine Bedeutung. Dann allerdings wird eine nationale Erziehung. entstehen, jetzt aber ist von einer nationalen Erziehung nur ganz relativ zu sprechen. Ebenso wie die Organisierung der Juden in Palästina für uns eine gewisse Bedeutung hat, hat auch die nationale Erziehung der Juden in Palästina eine gewisse Bedeutung für uns, aber genau in demselben Sinne, nämlich auch als Propagandamittel für unsere Zwecke, als Mittel zur Anknüpfung, zur Fortsetzung, wenn wirklich die nationale Erziehimg dort große Fortschritte zeigen wird. Vizepräs. Dr. Tschlenow: Ich habe die unangenehme Pflicht, Sie daran zu erinnern, daß. Ihre Zeit um ist. Del. Motzkin: Vielleicht wird der Kongreß gestatten, wie er es schon einmal gestattet hat, daß ich noch fünf Minuten, spreche. (Zustimmung.) Unsere Aufgabe ist es also wohl, die nationale Erziehung der Juden in Palästina auf jede Weise moralisch zu unterstützen. Mögen wir übrigens die Sachlage nicht verkennen und uns nicht lächerlich machen: wenn ich sage, moralisch, und die anderen sagen, nicht moralisch, sondern materiell, so werden wir uns in Wirklichkeit eigentlich sehr wenig voneinander unterscheiden, denn in der Wirklichkeit haben sie gar nicht die Mittel, um diese nationale Erziehung zu bewerkstelligen. Von solchen ungeheuren Summen, wie sie zur nationalen Erziehung erforderlich, kann bei Privatinitiative gar keine Rede sein. Mehr als eine moralische Unterstützung der jüdisch-nationalen Erziehung in Palästina können wir nicht erreichen, aber diese sollen wir mit allen uns zu Gebote stehenden Beziehungen fördern. Nun will ich mich nur noch an eine Gruppe speziell wenden. Es hat nämlich den Poale Zion, denjenigen Poale Zion, die noch in unseren Reihen verblieben sind, besonders in letzter Zeit beliebt, die reale Arbeit in Palästina zu propagieren und. dieses eigentlich als das einzige Gemeinsame mit den Zionisten hinzustellen. Da muß ich jenen sagen: wenn dies das einzige Gemeinsame ist, so bezweifle ich, ob die Poale Zion lange in diesem Konnex mit der zionistischen Organisation verbleiben werden, und zwar aus folgendem Grund. Die Poale Zion scheinen sich dem naiven, ich möchte sagen, bourgeoisen Glauben hinzugeben, daß die zionistische Organisation imstande ist, -in der nächsten Zeit wesentliche Arbeit für das jüdische Proletariat in Palästina zu leisten. Die Poale Zion werden selbst, wenn wir auf dem radikalsten Standpunkte stehen, auf dem Standpunkte, daß man alles für Palästina und zweitens, daß, was man

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