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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 291

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 291 (sequence 289)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2866-3479006
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— 291 — in Palästina tut, entsprechend den Intentionen der Poale Zion tun soll, — kürz wenn wir heute die gesamte zionistische Bewegung in die Hand der Poale Zion legen, höchstwahrscheinlich nach kurzer Zeit aus der zionistischen Organisation ausscheiden, denn diese kann nicht leisten, was die Poale Zion wünschen* (und sie werden; das auch selbst wissen), solange wir nicht große Machtfaktoren sind — und sie wollen doch schon jetzt die Anfänge der Machtfaktoren vernichten. /Geehrte Kongreßmitglieder! Es ist sehr schwierig, unvergleichlich schwieriger, als was von der anderen Seite vorgeschlagen wird, und zwar aus inneren Gründen, jetzt abermals für den politischen Zionismus ins Gefecht zn gehen. Es ist eine ungeheure Aufgabe, die wir wieder auf uns nehmen würden. Nicht darum, weil eine Majorität im Judentum sich eventuell dagegen aussprechen könnte, sondern weil wir selbst wissen, daß der Weg, den wir gehen wollen, nicht gebahnt, sondern nur vorgezeigt ist. Und ich weiß wohl, daß wir auf diese Weise einen großen Teil der zionistischen Anhänger der Arbeit berauben. Wie sollte da nicht eine große Enttäuschung eintreten, in Anbetracht dessen, daß die Erreichung des Zionismus als höchstes Streben nicht abzusehen ist. Wir müssen — heißt es darum — soviel als möglich Arbeit schaffen, um die Sympathie für den Zionismus besonders in Judenkreisen zu entfachen, und um Arbeit zu schaffen, ist eben als Objekt die Kolonisation in Palästina ausgewählt worden. Ich befürchte nun, daß gerade auch in dieser Hinsicht sehr bald keine Arbeit sein wird — und dann haben Sie den Faden abgeschnitten, der bis jetzt bestand. Wir anderen haben einen klaren Weg vor uns, das Streben nach dem entscheidenden Machtfaktor, nach dem jüdischen Volkswillen, und dies wiederholen wir dem jüdischen Volke solange, bis es will,; stets aber legen wir uns die Frage vor: haben wir die Mittel, daß sie uns dem Charter näher bringen? Gerade darum wissen wir auch genau, daß in den nächsten Jahren gar keine hervorragenden politischen Erfolge erzielt werden können, weil wir keine Machtfaktoren sind. Andererseits drängt uns aber unser zionistisches Pflichtbewußtsein dazu, darauf immer wieder hinzuweisen, daß das neuerdings so oft und so nachdrücklich empfohlene Arbeitsfeld keineswegs so gewaltig ist, daß es das ganze jüdische Leben erfüllen wird. Ich fürchte, daß bald wieder eine Leere kommen wird, und darum, weil eine solche Leere eintreten könnte, darum sollen wir uns die Größe der Hauptziele wieder vor Augen halten und unsere Pflicht ist es hier, wo wir etwas tiefer fühlen, hier wo wir, ich möchte sagen, von dem jüdischen Gedanken mehr durchglüht sind, mitder alten jüdischen Losung vor das Volk zu treten und

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