Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 284)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 286 — deutschen Juden öder anderen Wohltätigkeitsanstalten unterscheiden. Denn auch diese tun dasselbe in Palästina, was Sie tun werden. Täuschen Sie sich nicht, meine verehrten Kongreßmitglieder! Was Sie in Palästina leisten können, ist so unwesentlich und so unbedeutend (Ohorufe), wenn Sie in Betracht ziehen, welche Mittel Ihnen zur Verfügung stehen, daß auch nur die Aufgabe unserer Symbole eine Sünde vor unserer Idee wäre. In Palästina kann man sehr viel arbeiten, ohne daß man die wenigen zionistischen Organisationsmittel zur Verfügung stellt, indem man auf andere Weise dies erreicht und eine Reihe von anderen Personen heranzieht, die alle die Experimente, für die die Verantwortung nicht auf den Zionismus fällt, leisten. Aber die Heranziehung der jüdischen Machtfaktoren, der zionistischen Machtfaktoren, untergräbt Ihnen die Möglichkeit, in der Zukunft diese Machtfaktoren zu schaffen. Denn noch einmal den N. F. ins Leben zu rufen ist keine soi leichte Arbeit, wie Sie sich vorstellen. Sonst aber werden wir es noch erreichen, daß wir den N. F. zugrunde richten. Denn am nächsten Kongresse werden die Anträge noch radikaler sein; und ich verstehe das, denn es gibt anter uns solche, welche sagen, sie glauben überhaupt nicht daran, daß uns eine große Gewährung von irgend welchen Rechten seitens der türkischen Regierung zukommen kann, welche, wenn sie es vielleicht auch noch nicht öffentlich sagen —1 in ihren Kreisen die Charternegierung vertreten, und da sie an große Rechte nicht glauben, ist es für sie ganz gleichgültig, was aus unseren Machtfaktoren werden wird. Was bedeutet das? Ganz einfach: wir söllen sofort benutzen, was da ist, und das wollen sie haben. Welch ein verhängnisvoller Fehler wäre es, wenn wir das, was da ist — und möchte es auch noch so gering, noch so symbolisch, möchte es auch nur ein Anfang sein — aus besagtem Gesichtspunkt vernichten würden! Es ist für mich charakteristisch, daß einer der schärfsten Anhänger der sogenannten realen Arbeit in Palästina zu gleicher Zeit über den Plan der El-Arisch-Besiedlung in so abfälliger Weise sich ausgesprochen hat. In denselben Artikeln, in denen dieser radikale Vertreter der Idee der praktischen Arbeit in Palästina des langen und breiten eine Reihe von Vorschlägen gemacht hat, die teilweise schon durchgeführt werden, teilweise schon früher vorgeschlagen wurden, teilweise in Zukunft in Betracht kommen werden, ist gerade der wesentlichste Punkt, der praktischste Punkt, den die zionistische Organisation bis jetzt aufgewiesen hat, die Entsendung der El-Arisch-Expedition als eine Art Phantom dargestellt worden. Ja, meine Herren, wenn es sich herausstellen würde, daß El-Arisch ein Land ist, das in