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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 287

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 287 (sequence 285)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2862-3479002
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— 287 — Betracht kommen kann, — ich weiß es nicht, Herr Trietsch aber behauptet es und wir wollen es so hoffen, denn es ist für uns eine wesentliche Frage in der Zukunft, ofo es sich herausstellt, daß dieses Gebiet für; Großkolonisation geeignet ist — dann würde es wieder zu frischem Leben kommen können, dann wäre der alte zionistische Geist, der vor Jahren so stark gewesen ist, wieder erwacht, denn es handelt sich darum, reale Arbeit ungehemmt unter bestimmten rechtlichen Bedingungen auszuführen. Diese Möglichkeit würde Kräfte schaffen, wie sie bisher noch nicht oft zutage getreten sind, und deshalb sollten wir über eine solche1 Möglichkeit nicht wie über ein Phantom hinwegsehen, sondern wir vsollten darauf unser besonderes Augenmerk richten. i'chr verstehe nicht, wie sich jemand dem widersetzen könnte. Es ist einfache Haarspalterei. Niemand bezweifelt, daß ein Teil dieses Landes sogar direkt zu Palästina gehört hat, und wenn es, meine Herren, sich wirklich herausstellen sollte, daß dieser Teil eventuell nicht ganz zu Palästina gehört hat, so glaube ich, daß dieses Mittel zur Erreichung des Zionismus wohl eines der größten ist, daß dieses Mittel wirklich den Weg zeigt, auf dem wir unser Ideal erreichen könnten. Ich muß sagen, das, was Herr Trietsch heute in dieser Beziehung ausgeführt hat, war für mich momentan eine Art — wie soll ich sagen — Offenbarung, in dem Sinne, daß wir, wenn es sich wirklich so verhält, wie Herr Trietsch ausgeführt hat, dem A. C. ans Herz legen müßten, hier mit der Palästinaarbeit einzusetzen. Denn da ist Palästinaarbeit möglich, ohne daß uns auf Schritt und Tritt Beschränkungen auferlegt werden. Meine verehrten Kongreßmitglieder! Wir haben die Frage beurteilt, ohne daß wir in Palästina sind. Ich weiß nicht, über wieviele Hindernisse wir sprechen würden, wenn wir in Palästina tagen würden, wie uns diese Hindernisse in die Augen springen würden, wie wir uns dann fragen würden: haben wir das Recht, zu behaupten, daß diese xArbeit regelrecht vor sich gehen kann, haben wir das Recht, dem jüdischen Volke zu sagen, daß diese Arbeit eine Arbeit ist, die unbedingt zum Zionismus führt? Und so müssen wir uns gerade jetzt vor allen Dingen gegen die Ideologie wenden, die sich in unseren Kreisen breit gemacht hat und die vollständig falsch ist, die auch theoretisch eine Untergrabung des Zionismus bedeutet und die darin besteht, daß wir ohne Juden in Palästina keinen Charter bekommen könnten, sagen wir, keinen beschränkten Charter bekommen können; ohne Juden daselbst und eine vorausgehende Kolonisation könne überhaupt nichts gemacht werden. Wollt Ihr also einst einen Charter haben, so müssen Juden im Lande sein, wollt Ihr die Großkolonisten haben, müßt Ihr mit der

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