Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 284 (sequence 282)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 284 — beschritten worden, und solange man uns den größeren Weg nicht gewährt, werden wir auch auf diesem Wege in der Mitte seiner Bahn gehemmt werden, solange man uns nicht das Zugeständnis erteilt, daß wir in Palästina ungehindert eine gewisse Arbeiten öffentlich ausführen können. Man wird uns nicht eine Reihe von Teilarbeiten ausführen lassen, wenn man die ganze nicht zulassen will. Und darum handelt es sich. Wollen wir uns darüber nicht täuschen! Ueber den Begriff des Charters wird sich noch reden lassen. Ueber die Forderungen, welche wir stellen, wenn wir an die türkische Regierung herantreten, wird sich eine Einigung unter uns ergeben. Denn diese Forderungen werden wahrscheinlich nicht die allerradikalsten sein. Aber mit Forderungen und mit bestimmten Grundsätzen müssen wir hervortreten und kommen, sonst unterliegt es keinem Zweifel, daß eine Regierung, die uns diese Forderungen nicht gewährt hat, uns auch nicht gestatten wird, daß wir auf dem anderen Wege diese Forderungen verwirklichen. Und so haben wir etwas verwechselt : anstatt eines Mittels, das wir anwenden können, gegen das wir uns nicht prinzipiell aussprechen, haben wir einen Weg beschritten, der für uns vollständig verfehlt ist. Aus diesem Grundsatze folgt auch unser Verhalten zur gesamten Frage. Kommen wir ins jüdische Leben zurück! Mag die Majorität verfahren wie sie will. Nach meiner Ansicht ist es unsere Pflicht, genau dasselbe wiederum zu sagen, was vor einigen Jahren gesagt worden ist, weil genau dieselbe Wahrheit und genau dieselbe Losung besteht, daß wir dasjenige, was wir in Palästina erreichen wollen, vornehmlich dadurch erreichen wollen, daß wir in Verbindung mit den Machtfaktoren treten und daß die Schaffung von eigenen Machtfaktoren im Lande selbst mit in Betracht kommt. Gestatten Sie mir, daß ich Ihnen hierbei sage, noch einer der wenigen Charteristen unter Ihnen hat vor neun Jahren dies in einer Broschüre ganz klipp und klar auseinandergesetzt. Und ich werde mir gestatten, ein paar Worte aus dieser meiner Broschüre Ihnen zu verlesen. Da steht klar (liest): „Sollen wir bis zu demjenigen Zeitpunkt, da das größte Hindernis [unserer Arbeit, der Mangel einer rechtlichen Ansiedlungsfreiheit, abgeschafft sein wird, in bezug auf die Kolonisation untätig verharren? Nein und nimmermehr! Mit dem Augenblick, da die Jüdische Kolonialbank ins Leben treten wird, muß sie auf die palästinensischen Juden ihr Augenmerk richten. Die Verwandlung dieser Bevölkerung in eine arbeitsame, in Feld und Werkstatt lebende, dient mehrfach unseren Zielen und befreit uns von vielen Widerwärtigkeiten, da die gesetzliche Regelung nach dieser Seite hin am leichtesten