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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 282

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 282 (sequence 280)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2857-3478997
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— 282 — Wir haben unlängst in Palästina ein Jubiläum gefeiert/ das Jubiläum der praktischen Arbeit und der Jubilar war die Kolonie Rischon Lezion. Ich glaube, unser Kongreß ist dazu berufen, dieses Jubiläum auf die würdigste Weise zu feiern, nicht mit Toasten und nicht mit Reden, sondern mit Taten, indem er das, was uns in Rischon Lezion imponiert, noch nachdrücklich potenziert, indem er Arbeiter hinschickt, indem er Geld hinschickt, indem er praktische Arbeit, von politischen Gesichtspunkten ausgehend, betreibt. Dann wird unser Kongreß ein Markstein in der zionistischen Bewegung sein. (Stürmischer, anhaltender Beifall im Saal und auf der Galerie.) . Präs. Wolffsolin: Ich richte nochmals an die Galerien die Bitte,, von dem Gastrecht, das wir Ihnen einräumen, keinen allzu großen Gebrauch zu machen und isich nicht direkt an unserer Arbeit zu beteiligen,, sonst werden Sie mich zwingen, andere Mittel zu ergreifen. Del. Motzkin: Geehrte Kongreßmitglieder! Ich glaube, daß der Schwerpunkt des Kampfes verschoben ist. Es handelt sich gar nicht darum, ob man in Palästina arbeiten soll oder nicht, — zu'allen Zeiten sind unter gewissen Beschränkungeil diese Arbeiten zugestanden oder gewünscht worden. Die Frage ist eine andere: soll diejenige Parole, welche vor Jahren ausgesprochen worden ist, die Parole des Charters noch weiter unter den Juden gebraucht werden oder nicht? (Rufe: Nein!) Ich habe von verschiedenen Seiten gehört: nein! Und das ist, wogegen ich mich verpflichtet halte aufzutreten, wenn ich auch in diesem Falle als ein abgelebter gelten kann. Wer es mir vor einigen Jahren gesagt hätte, daß wir bereits nach acht Jahren zu solcher Vernunft gelangen würden, dem hätte ich es nicht geglaubt. Und die Parole ist im ganzen doch erst acht Jahre alt. Falsch ist es, wenn jemand behauptet: damals als die Parole ausgegeben wurde, hätten die Zionisten gesagt, daß der Charter ein Ding des nächsten Tages sei. Wer es gesagt hat, der soll sich selbst die Schuld zuschreiben, wenn er jetzt nichts mehr zu sagen hat und jetzt deswegen dem Charter eine solche Bedeutung nicht beimißt. Was aber gesagt worden ist, das kann auch jetzt wiederholt werden. Der Charter kann ein Ding des nächsten Tages werden — und das ist sehr wesentlich. Lassen wir diesen Satz; aus, dann hat unsere Bewegung eine ganz andere Richtung. Es ist hier bereits mehrmals wiederholt worden — und nur das hat Dr. Herzl dem jüdischen Volke gesagt — wenn das jüdische Volk will, dann kann es den Charter bekommen, d. h. mit anderen Worten, wenn das jüdische Volk die nötigen organisatorischen und materiellen Kräfte zur Verfügung stellt, dann ist jeden Tag eine derartige Eventualität, eine derartige Möglichkeit vorhanden. Nie sollten wir auf den Gedanken kommen,.

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