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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 279

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 279 (sequence 277)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2854-3478994
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— 279 — sich daraus evolutiv die organische Entwicklung bilden. Das wird der politische Zionismus sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) So teile ich mir die Sache ein: das Praktische ist das Primäre und das Politische ist das Sekundäre. Unsere Augen sollen auf das Politische gerichtet sein, unsere Hände sollen aber einstweilen das Praktische machen. Nur eins in Verbindung mit dem zweiten kann gelingen. Es ist wirklich ein Irrtum in der bisherigen zionistischen Politik, und vielleicht wird der VIII. Kongreß dadurch denkwürdig, daß er diesen Irrtum beseitigt, der da lautet: zuerst die große theoretische Politik und dann die Eroberung des Landes, Nein, zuerst das Land, zuerst die Kräfte, die Kapitalisten, die Arbeiter, das Geld, der Geist, die Schulen, die Bank, das ganze Leben, der Mikrokosmus des Judentums, hinübergerückt mit Mißerfolgen, ja mit großen praktischen Anstrengungen, mit Blutverlust, auch mit großem Schweiß, zuerst große Arbeit dort und gleichzeitig und später auch politische Arbeit, die Hand an das Land gelegt und das Auge gerichtet auf politische Arbeit. Und wenn hier das lateinische Sprichwort zitiert wurde: „Primum non nocere", so sage ich, daß dies für eine politische Weltbewegung zu wenig ist. Das ist negativ, und es wäre höchste Zeit, diesem lateinischen Sprichwort „Primum non nocere" entgegenzustellen unser urjüdisches Wort: naasse wenischma. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Ich übergehe nach dieser theoretischen Auseinandersetzung zum praktischen Teil, und da bin ich für die große Unterstützung der Palästinakommission und ihrer Projekte. Es muß die praktische Arbeit in Angriff genommen werden. Nach der Türkei ist es, sagt man, nicht gestattet, Emigranten emigrieren zu lassen. Wir haben ein so großes Tätigkeitsfeld, daß, wenn wir dem A. C. nur den Wink geben: „Tut das, was im Rahmen des türkischen Gesetzes gestattet ist", wir ihm eine Arbeitsmöglichkeit schaffen, die zur Erledigung für zehn Jahre ausreicht. (Beifall.) In dieser Richtung müssen jedenfalls Kapitalien hineinkommen und zwar nicht nur Kapitalisten. Ich unterschreibe vollständig, was Herr Kaplan- Kaplansky gesagt hat. Er hat es bemängelt, daß jüdische Arbeiter nicht angestellt werden, sondern Araber. Das ist ein großer Mangel. So wie wir jüdische Kapitalisten brauchen, so brauchen wir vielleicht in noch stärkerem Maße jüdische Arbeiter, damit sie das Land bebauen und uns dort einen jüdischen Arbeiterstand schaffen, der ein Mikrokosmos des Judentums sein soll. Diese Basis des Volkstums darf auf unserer Heimstätte sicher nicht fehlen. (Lebhafter Beifall.) Es muß auch ein ständiges Informationsbureau eingerichtet werden, für diejenigen, die Boden kaufen, Genossenschaften gründen

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