Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 270)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 272 — nismus, die proletarische, nicht berücksichtigt wurde und daß von meinen Parteifreunden kein einziger bis jetzt zum Wort gelangt ist, obwohl mein Freund Groß sich bereits Freitag früh nach dem Referat Warburg zum Wort gemeldet hat. Ich mache Sie weiter darauf aufmerksam, daß unter den poalezionistischen Delegierten auch Palästina-Arbeiter sind, die ebenfalls nicht zum Wort gelangten. Die Folge dieses Zustandes war, daß die poalezionistischen Redner bloß einen Generalredner erhalten haben, und zwar infolge des Entgegenkommens der Gruppen für kulturelle und praktische Arbeit zusammen. Während also 60 Redner acht Generalredner bekommen haben, haben die 20 poalezionistischen Redner bloß einen erhalten. Präs. Wolffsolm: Ich habe Ihnen das Wort bloß zu einem Antrag gegeben. Diese Sache hätten Sie dort vorbringen sollen. Del. Kaplan-Kaplansky: Herr Präsident, ich konnte das dort nicht vorbringen, weil 20 Redner von mehr Rednern natürlich majorisiert werden. Wie gesagt, ich mache den Kongreß auf die Unzuträglichkeiten aufmerksam und bitte Sie, dem Wunsche der Poale - Zion nachzukommen und ihnen noch 'einen Generalredner zu bewilligen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dies hauptsächlich mit Rücksicht darauf, daß, wie gesagt, unsere palästinensischen Parteigenossen nicht zu Worte kommen können. Ich bitte, Herr Präsident, über diesen Antrag abzustimmen. Präs.: Hier liegt ein Antrag vor. Ich glaube aber,A nachdem der Kongreß beschlossen hat, acht Generalredner sprechen zu lassen, daß wir nicht weitere Redner hinzufügen können; sonst könnten auch andere kommen und ebenfalls verlangen, daß sie berücksichtigt werden. Ich werde aber trotzdem den Kongreß befragen und der Kongreß soll selbst entscheiden. Wer dafür ist, daß noch ein Redner von den Poale - Zion nach dem Antrage Kaplan-Kaplansky als Generalredner zugelassen werde, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist angenommen. Die Herren sollen ihren Generalredner wählen und mir bekannt geben. Del. Niemirower (zur Geschäftsordnung): Ich muß erklären, daß das, was Herr Dr. Rosenbaum hier ausgeführt hat, nicht den Tatsachen entspricht. (Hört! Hört!) Wir haben uns drüben im Saale in drei Gruppen geteilt, in die mehr politische, mehr praktische und mehr kulturelle Gruppe. Allerdings hat man uns auch gerufen; insofern entspricht das, was Dr. Rosenbaum gesagt hat, den Tatsachen. Aber wir Kulturellen haben besondere zwei Generalredner gewählt, und ich habe mir erlaubt, diese Generalredner im Namen dieser kulturellen Redner dem Herrn Präsidenten zu nennen, es sind dies Dr. Klausner und Dr. Bogratschow. Ich glaube also, daß wir ein Recht haben, zu verlangen, daß diese beiden von uns mehr Kulturellen gewählten Generalredner zum Wort kommen und nicht ganz andere. Präs.: Wer war der Vorsitzende von den Herren? Del. Niemirower: Jede Gruppe hatte ihren Vorsitzenden. Dr. Ehrenpreis war der Vorsitzende der Gruppe der Kulturellen. Präs.: Er hat ja hier sein Referat erstattet. Del. Niemirower: Er war noch-vorher bei uns. Del. Dr. Kusenbaum: Ich muß folgendes feststellen: Was die Herren früher als besondere Gruppe getan haben, weiß ich nicht. Aber wie wir Ihnen gesagt haben, wir wollen uns vereinigen und fünf Herren wählen, sind Sie gekommen und haben mit uns fünf gewählt.' Präs.: Herr Dr. Niemirower, der Vorsitzende war Dr. Rosenbaum, welcher mir die Rednerliste übergab, und es ist selbstverständlich, daß diese Liste bestehen bleibt. Del. Dr. Nacht (zur tatsächlichen Berichtigung): Ich möchte nur