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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 271

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 271 (sequence 269)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2846-3478986
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— 271 — * Aufgabe des zu schaffenden Erziehungsressorts. Damit im Zusammenhange stünde die Schaffung einer wissenschaftlichen Lehrbücherkommission, die dem gegenwärtigen chaotischen Zustande auf diesem Gebiete ein Ende machen würde und; die regelmäßige Veranstaltung zentraler Ferialkurse für Lehrer, — wie ich dies in meinen Ihnen vorliegenden Thesen genau formuliert habe. Solange wir in dieser Richtung nicht etwas Bleibendes geschaffen, werden alle unsere Bemühungen fruchtlos bleiben. Wenn wir Zionisten heute durch ein Verfügungsrecht über sämtliche jüdische Schulen des Erdballes erlangen würden, könnten wir von demselben keinerlei Gebrauch machen, weil wir kein geeignetes Lehrerpersonal und keine zuverlässigen Lehrerbehelfe haben. Wenn heute etwa die Alliance, deren unnationale Erziehungsarbeit im Orient wir seit Jahren bemängeln, ihre erziehliche Tätigkeit einstellen würde, wären wir — aus denselben Gründen — nicht in der Lage, diese durch unsere Erziehungsarbeit zu ersetzen und entbehrlich zu machen. Geehrte Kongreßdelegierte! Auf all diesen Erwägungen, die ich hier nur im allgemeinen und flüchtig vorbringen konnte, beruhen die von mir formulierten Thesen, die Ihnen vorliegen. An Ihnen, an unserer Leitung ist es, diesen Forderungen zu ihrer baldigen Verwirklichung zu verhelfen. Es ist hohe Zeit. Vor Jahren tat Nordau den Ausspruch: „Das Judentum wird zionistisch sein oder es wird nicht sein." Ich glaube nach all dem 'Gesagten heute mit nicht geringerer Berechtigung diesen Ausspruch umkehren zu dürfen, indem ich sage: „Der Zionismus wird jüdisch, wird national sein, oder er wird nicht sein." (Stürmischer Beifall.) Präs. Wolffsohn: Die Generalredner für nationale Erziehung sind die Herren Scheinkin und Groß. Del. Dr. Rosenbaum: Die Sache war so: Wie wir zur Wahl zusammengekommen sind, hatten wir uns in drei Gruppen geteilt: die Gruppen für mehr praktische, für mehr politische und für kulturelle Arbeit. Dann wurde der Antrag gestellt, daß die Gruppen für kulturelle und für praktische Arbeit sich vereinigen sollen, um fünf Generalredner zu wählen, die ebensowohl über die kulturelle als über die praktische Arbeit sprechen können. Wie sie sich das einteilen, ist ihre Sache. Diese fünf wurden in folgender Weise gewählt: den Poalezionisten haben wir selbst einen Redner zur Wahl überlassen und sie haben den Herrn Groß gewählt. Die Zionisten, welche in Palästina wohnen, haben Herrn Scheinkin gewählt, und wir alle haben dann die übrigen drei gewählt; es sind die Herren Stand, Dr. Weizmann und Aronowitsch. Del. Kaplan-Kaplansky: Geehrter Kongreß! Gestatten Sie mir folgende Erklärung abzugeben: Der Kongreß hat beschlossen, acht Generalredner zu wählen und hat dabei die Redner auf die einzelnen Parteirichtungen von vornherein verteilt, und zwar drei den politischen, drei den praktischen und zwei den Kulturzionisten zugewiesen. Ich mache darauf aufmerksam, daß dabei eine sehr wichtige und große Richtung im Zio-

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