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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 248

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 248 (sequence 246)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2823-3478963
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— 248. — lieh auf den Küstenstrich zwischen der Stadt El-Arisch; und der syrischen Grenze erstrecken. Notwendigerweise würde die jüdische Ansiedhmgstätigkeit — zum mindesten im Anfan'g— sich mehr auf industrielle, als auf landwirtschaftliche Beschäftigungen (und von letzteren speziell auf, die' intensiven Kulturen) beziehen. Die Einwanderung wurde im" ersten Änfahg keinesfalls eine sehr zahlreiche, sie würde aber stark genug sein, um Belästigung seitens nomadischer Beduinen auszuschließen. — Ich meine, daß im Laufe der Zeit viele Taüsende sich in diesem .Gebiet niederlassen werden, und wie klein dies auch im Vergleich mit größereu Dingen seih mag, so wird es doch diesem Landstrich und seinen Ansiedlern zürn Segen gereichen ..." (Rufe: An wen ging der Brief?) An eine maßgebende Stelle. \ Ich habe Gründe dafür, meine Herren,. Ihnen nicht zu sagen, an wen sich: dieser Brief gerichtet hat. Und ich habe Gründe dafür, die Antwort hierauf und die weiteren Korrespondenzen am Kongreß nicht zu verlesen, sondern zu gegebener Zeit einer zionistischen Behörde oder einer Instanz zu unterbreiten, die mein Vertrauen Kat. Ich will bei dieser Gelegenheit in der Richtung der Nachbarländer- Frage eine Erklärung abgeben, damit wir den veränderten Verhältnissen besser Rechnung tragen. Ich bin für die vorläufige Arbeit in den Nachbarländern zu einer Zeit eingetreten, als die Tätigkeit in Palästina \selbst in der Hauptsache dadurch erschwert war, daß sie von der Partei verhindert wurde. Damals wäre unsere Tätigkeit in den Nachbar-, ländern von der allergrößten Bedeutung gewesen und in vielfacher Beziehung: als Arbeit für das Volk, als Vorbereitung für Palästina, als politischer iSchachizug, als Sicherung für den Fall von Katastrophen. Alle diese Argumente habe ich schon damals ins Feld geführt. Stundenlang ließe sich sachlich! und in gedrängtester Kürze darüber sprechen. Hier aber nur noch ein Argument. Die große oder kleine Absplitterung, die wir durch die „Ito" erfahren haben, hätte niemals stattfinden können, wenn wir uns beizeiten der Nachbarländer-Frage zugewendet hätten, wenn wir uns einen Kongreß vor dem siebenten für diesen vernünftigen Ausweg entschlossen hätten. Ich möchte zeigen, was man hier unterlassen hat. Ja, wenn man in der gleichen!Zeit andere wichtige Arbeiten geleistet hätte, so wäre unsere Leitung entschuldigt gewesen, aber statt realer Arbeit wurde die flachste Propaganda getrieben. Was in der Richtung von Vorb'ereitungswerken getan wurde, geschah im Gegensatz zur Partei. Die politischen Schachzüge unserer Leitung endeten bei einer sympathischen Aeußerung des deutschen Kaisers — mehr war es nicht —, bei dem sogenannten „Versprechen" der russischen Regierung, das aus dem Plehwebriefe herausgelesen wurde, und bei dem Ugandaangebot unseligen Andenkens. — Wir waren bei der Mauer angelangt, die unsere eigene. Unkenntnis aufgerichtet hatte, und als nach sechs und acht Jahren Zionismus die Katastrophen eintraten, fanden sie uns ebenso unvorbereitet, wie die älteren jüdischen Organisationen, die wir dafür so tapfer kritisiert hatten. v Erst auf dem 7. Kongreß wurde das erweiterte Länderprogramm angenommen, das wir bis dahin so wütend und mit allen Mitteln bekämpft hatten. Gleichzeitig erklärte sich der Kongreß für die reale Arbeit in Palästina. Er hatte also das gute Surrogat erst anerkannt, als es durch die Verfügbarkeit des besseren, des echten Artikels in der Hauptsache überflüssig geworden war. Dieser Umstand und die Wiederverlegung der Zentrale nach dem zufälligen Wohnsitz des gegenwärtigen Präsidiums veranlaßte mich, nach dem 7. Kongreß nach Palästina zu gehen. Präs. Wolffsöhn: Herr Triersch, es sind noch 60 Redner zu dieser Debatte gemeldet. Ihre Ausführungen sind gewiß sehr interessant, aber

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