Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 245)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 247 — von EliÄriscti steht bevor und ich will, um Ihnen einen Begriff davon zu gefen,;; was ^, heraiiskömmen kann — im guten und im bösen Sinne —, wenn, unsere Leitung nicht ihre Pflicht tut, Ihnen bis zu einem gewissen Grade in das, was außerhalb der Leitung getan wurde, Einblick gebenV \ Nachdem ich mich überzeugt hatte, daß in El-Arisch, kolonisatoris^che Möglichkeiten von großer Bedeutung — auch von politischer Bedeutung — für uns sind, habe ich an eine maßgebende Stelle " ein; sozusagen politisches Schreiben gerichtet, das ich Ihnen nicht vorenthalten will. Ich habe dort nach den einleitenden Worten, die den Zweck hatten, meinen Standpunkt zu präzisieren, und nicht die zionistische .; Organisation für das festzulegen, was ich allein habe schreiben können, folgendes geschrieben (liest): . ,,,?,Der größeren Klarheit wegen fasse ich im folgenden die Fakten und anderen Umstände des Falles zusammen. Ich vertrete die Forde-, rung jüdischer Kolonisation in Palästina und seinen Nachbarländern und habe viele Jahre dahin gearbeitet, die zionistische Bewegung und andere jüdische. Organisationen in dieser Richtung zu beeinflussen. Speziell empfahl ich — angesichts der mancherlei Schwierigkeiten bei der Kolonisation im türkischen Palästina —■ eine systematische Kolonisationtätigk^it' in Cypern und der Sinai-Provinz. Nach mehreren Jahren dieser Kampagne gelang es mir, den verstorbenen Dr. Herzl zu. einer Aktion betreffs El-Arisch zu bewegen und im Winter 1902/03 wurde eine Expedition ausgesandt, die den nördlichen Teil des Sinai-Gebietes auf seine Eignung untersuchen sollte. Der Bericht dieser Expedition scheint einigermaßen günstig gewesen zu sein; jedoch sind später offenbar Störungen oder Mißverständnisse ein-' getreten. Auf alle Fälle erklärte Dr. Herzl auf dem 6. Kongreß im August 1903 eine' Kolonisation in El-Arisch für undurchführbar. . Der Bericht der Expedition wurde aber geheim gehalten und ich protestierte sofort gegen diese Art, eine Sache von solcher Bedeutung aufzugeben. . Der 7. Zionisten-Kongreß von 1905 akzeptierte mein Landprogramm, aber es sind inzwischen keine Schritte getan worden, um es zu realisieren.; .Schließlich ging ich vor einiger Zeit mit mehreren Freunden nach El-Arisch, um selbst ein Urteil zu gewinnen, und bin nun ganz überzeugt, daß in diesem Gebiete etwas getan werden kann und auch getan werden sollte. Der letzte Regierungsbericht spricht gleichfalls von El-Arisch in einer ganz und gar nicht entmjutigjenden Weise und ich frage daher an, ob ein vernünftiger Kolonisationsplan die Billigung der maßgebenden Stellen in Aegypten finden würde. Indem ich diese Frage stelle, vertrete ich keinerlei Organisation, aber es ist kein Zweifel, daß die Zionisten (und viele andere jüdische Kreise glücklich wären über eine solche Möglichkeit, ihren Brüdern in diesem Teil ihrer historischen Heimat einen Zufluchtshafen bauen zu können, und es würde weder an Mitteln noch' an Menschen fehlen, um die Hüfsquellen des Landes zu erschließen. Im Falle eines günstigen Verhaltens der maßgebenden Stellen in Aegypten, würde ich eine geeignete jüdische Organisation oder verantwortliche Körperschaft veranlassen, wegen einer jüdischen Niederlassung in El-Arisch zu verhandeln, und ich möchte gleich hier mit erwähnen, daß es sich — soweit ich in der Lage sein werde, diese Verhandlungen zu beeinflussen — keinesfalls um „destitute immigration" oder um eine Last und Bürde für die Landes-Regierung handeln wird. Jede Garantie würde geboten sein, daß, — was immer wir unternehmen mögen —, gänzlich unter unserer Verantwortung geschehen würde. <:.,.:■ Wahrscheinlich würden die Verhandlungen vorerst sich ausschließ-